EU-Kommission hält sich bedeckt
General Electric ist angeblich zum Verkauf von Gecas-Anteilen bereit

Der US-Konzern General Electric (GE) ist in der Auseinandersetzung mit der EU-Wettbewerbsbehörde um die Fusion mit Honeywell einem Zeitungsbericht zufolge bereit, ein Fünftel seiner Flugzeug- Leasing-Gesellschaft zu verkaufen.

Reuters/vwd LONDON. Die "Financial Times" berichtet unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise, der Verkauf von 20 % der GE-Tochtergesellschaft Capital Aviation Service (Gecas) solle ausgeglichen werden durch weniger Verkäufe von Honeywell - Raumfahrtbereichen. Die EU steht dem Fusionsvorhaben bislang skeptisch gegenüber und hatte dabei vor allem Bedenken über eine mögliche Bündelung der GE/Honeywell-Flugzeuggeschäfte und eine damit einhergehende zu starke Marktstellung verwiesen.

Unternehmensvertreter des US-Konzerns General Electric hatten sich nach Informationen aus mit der Situation vertrauten Kreisen am Mittwoch mit Beamten der Europäischen Union getroffen, um über Optionen zu beraten, die die geplante 42 Mrd. Dollar schwere Fusion noch retten könnten.

Aus den Kreisen verlautete am Mittwoch aus New York, dass sich die Gespräche von GE mit der Europäischen Union um das Flugzeug-Leasing-Geschäft und die Gecas gedreht hätten. Die Unterredungen seien informeller Natur gewesen, hieß es weiter aus den Kreisen. Ein GE-Sprecher bestätigte, dass Unternehmensberater mit EU-Kommissions-Vertretern in Europa zusammengekommen seien.

EU-Kommission hält sich zu Konzessionen von GE/Honeywell bedeckt

Die Europäische Kommission hat die Chancen einer Genehmigung der geplanten Fusion von General Electric und Honeywell International Inc in letzter Minute im Dunkeln gelassen. Eine Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti lehnte am Donnerstag einen Kommentar zu dem angeblichen Einlenken von GE ab.

Theoretisch ist eine Genehmigung noch möglich. Zwar bereitet Monti eine negative Entscheidung vor. Er hatte aber deutlich gemacht, dass die Fusion noch eine Chance haben könnte, wenn die Konzerne einen Vorschlag machten, der exakt auf die Bedenken der Brüsseler Wettbewerbsaufsicht eingeht.

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