EU-Kommission plant Neuregelung
Kennzeichnungspflicht Gen-Lebensmittel in der EU

dpa BRÜSSEL. Die EU-Kommission will eine umfassende Kennzeichnungspflicht für Gen-Lebensmittel einführen. Außerdem soll die Herkunft der so genannten gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der gesamten Nahrungskette rückverfolgbar sein. Eine Sprecherin von EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne bestätigte am Freitag in Brüssel einen entsprechenden Pressebericht. Über die Details sei jedoch noch nichts entschieden.

Erst am Mittwoch hatte das Europäische Parlament in Straßburg die Neuregelung zur Freisetzung von GVO abschließend gebilligt. Danach soll jeder gentechnisch veränderte Organismus eine strenge Einzelfall-Prüfung durchlaufen, ehe eine Freisetzung genehmigt wird. Die EU-Kommission begrüßte die Annahme durch das Parlament. Als Ergänzung zu dieser Rahmengesetzgebung will die Kommission nach eigenen Angaben "in Kürze" nun eine Regelung zur Kennzeichnungspflicht und Herkunftsangaben von GVO in der gesamten Nahrungskette vorschlagen.

Nach dem Zeitungsbericht sollen künftig auch verarbeitete Erzeugnisse wie Speiseöle, in denen keine lebenden GVO mehr vorkommen, als "Gen-Nahrung" gekennzeichnet werden. Außerdem sollen geringste Beimischungen von gentechnisch veränderten Produkten in importierten Futtermitteln die Kennzeichnung auslösen. Damit wolle Brüssel auf wachsende Bedenken gegenüber der nach dem Verbot von Tiermehlfutter deutlich gestiegen Einfuhr von Soja reagieren. Dieses Eiweißfutter stamme zu einem großen Teil aus gentechnisch veränderten Sorten. Die Sprecherin der EU-Kommission bestätigte diese Details der geplanten Vorschläge nicht.

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