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EU-Kommission will Konjunkturprognose für Euroland anheben

Wegen der unerwartet lebhaften Konjunkturerholung will die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für die 12 €-Staaten 2004 anheben. Das wurde einen Tag vor dem EU- Finanzministertreffen im niederländischen Seeort Scheveningen bekannt. Bisher rechnet die Brüsseler Behörde mit einem Wachstum von 1,7 % für die zwölf Länder mit der Euro-Gemeinschaftswährung. Offen blieb zunächst, ob Währungskommissar Joaquín Almunia den Ministern an diesem Freitag bereits eine neue Zahl vorstellen wird.

dpa-afx SCHEVENINGEN. Wegen der unerwartet lebhaften Konjunkturerholung will die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für die 12 ?-Staaten 2004 anheben. Das wurde einen Tag vor dem EU- Finanzministertreffen im niederländischen Seeort Scheveningen bekannt. Bisher rechnet die Brüsseler Behörde mit einem Wachstum von 1,7 % für die zwölf Länder mit der Euro-Gemeinschaftswährung. Offen blieb zunächst, ob Währungskommissar Joaquín Almunia den Ministern an diesem Freitag bereits eine neue Zahl vorstellen wird.

Offiziell wird Almunia erst am 26. Oktober sein Herbst- Konjunkturgutachten in Brüssel präsentieren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bereits in der vorigen Woche ihre Wachstumprognose für die Euro-Staaten angehoben und erwartet jetzt einen Mittelwert von 1,9 (bisher: 1,7) Prozent 2004 und 2005 einen Mittelwert von 2,3 (2,2) Prozent.

EZB Hält Sich Bedeckt

Die EU-Finanzminister kommen in Scheveningen zusammen, um erstmals über die von der EU-Kommission vorgeschlagene Reform des Euro-Stabilitätspaktes zu sprechen. Angesichts der Schuldenkrise in Deutschland und Frankreich, aber auch in vielen anderen EU-Ländern dürften die Pläne der Kommission zur Lockerung einiger zentraler Regeln des Paktes mehrheitlich begrüßt werden. Kritik war bisher nur von der Deutschen Bundesbank gekommen, während die EZB sich bislang bedeckt gehalten hat. Die Kommission hatte unter anderem vorgeschlagen, Staaten mit Defiziten mehr Zeit zur Haushaltssanierung zu geben. Mit einer Minister-Einigung wird erst im kommenden Jahr gerechnet.

Bei ihrer als informell bezeichneten Konferenz, die am Samstag endet, wollen die Ressortchefs auch über einen ständigen Vorsitz der Eurogruppe sprechen. In diesem Gremium treffen sich die Minister der zwölf Länder mit der Euro-Gemeinschaftswährung regelmäßig. Als Favorit für das Amt gilt der luxemburgische Premier- und Finanzminister Jean-Claude Juncker.

Weitere Themen des Treffens, an dem erstmals nach der großen EU-Erweiterung alle 25 Ressortchefs gleichberechtigt teilnehmen, sind die langfristige Finanzplanung der EU von 2007 an, die Konjunktur- und Ölpreisentwicklung und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der EU.

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