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EU-Länder fliegen ihre Bürger aus der Elfenbeinküste aus

Ein Bundeswehr-Airbus hat im Rahmen einer europäischen Gemeinschaftsaktion 47 weitere Ausländer aus dem westafrikanischen Krisenstaat Elfenbeinküste ausgeflogen. Großbritannien schickte Soldaten in die Elfenbeinküste, um britische Staatsbürger außer Landes zu bringen.

dpa BERLIN/JOHANNESBURG. Ein Bundeswehr-Airbus hat im Rahmen einer europäischen Gemeinschaftsaktion 47 weitere Ausländer aus dem westafrikanischen Krisenstaat Elfenbeinküste ausgeflogen. Großbritannien schickte Soldaten in die Elfenbeinküste, um britische Staatsbürger außer Landes zu bringen.

Die Maschine der Bundeswehr nahm ihren Shuttledienst von Abidjan in die ghanaische Hauptstadt Accra auf, teilte die Luftwaffe mit. In der Elfenbeinküste halten sich Tausende EU-Bürger auf, darunter auch 170 deutsche Staatsangehörige. Der deutsche Airbus wird in den kommenden Tagen mehrmals ins östlich angrenzende Ghana fliegen. Auch Spanien hatte angekündigt, eine Maschine vom Typ Boeing B-707 zur freiwilligen Evakuierung zu entsenden.

Südafrika hatte am Donnerstag seine Vermittlungsbemühungen intensiviert. In der Hauptstadt Pretoria traf Präsident Thabo Mbeki mit Vertretern von Opposition und Rebellen zusammen, die den Norden der Elfenbeinküste besetzt halten. Er will im Auftrag der Afrikanischen Union Möglichkeiten ausloten, einen vor einer Woche von Regierungstruppen gebrochenen Waffenstillstand wieder in Kraft treten zu lassen.

Der Weltsicherheitsrat hatte zuvor wegen der Verhandlungen eine Abstimmung über Sanktionen verschoben. Sie sehen ein Waffenembargo, Reiseverbote und das Einfrieren von Auslandskonten gegen die Regierung und die Rebellen vor. Ohne Einigung in Pretoria sollen die Sanktionen im Dezember für vorerst zwölf Monate wirksam werden.

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef berichtete am Donnerstag von sich verschlechternden Rahmenbedingungen, die die Gesundheitsversorgung von Millionen Kinder und Frauen bedrohe. Die Unicef-Büros in Nachbarländern bereiteten sich auf eine Flüchtlingswelle vor.

Staatspräsident Laurent Gbagbo spielte die Folgen des Exodus' weißer Ausländer herunter und meinte, sie kämen nach den Unruhen zurück. Französische Flüchtlinge erklärten dagegen, sie hätten alles verloren und würden nicht zurückkehren. Die Zahl der Franzosen - viele mit doppelter Staatsangehörigkeit - ist seit den 70er Jahren von 70 000 auf weniger als 15 000 gesunken.

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