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EU-Ministerrat gegen Pflicht zu Quartalsberichten

Die EU-Regierungen wollen börsennotierten Unternehmen keine Berichtspflicht für Quartale ...

Die EU-Regierungen wollen börsennotierten Unternehmen keine Berichtspflicht für Quartale auferlegen, so eine Meldung der Börsen-Zeitung vom 26. 11. 2003. Zwar stellten sich die Finanzminister bei ihrem Treffen in Brüssel grundsätzlich hinter den Vorschlag der Europäischen Kommission, zum Schutz der Investoren die Transparenz der Unternehmen zu erhöhen. Im Gegensatz zum zuständigen EU-Kommissar Frits Bolkestein halten sie es aber für ausreichend, wenn die Firmen alle sechs Monate eine umfassende Bilanz vorlegen. Zur Darstellung der Gesellschaftsentwicklung im ersten und im dritten Quartal reiche, so die Finanzminister, ein Zwischenstatement der Geschäftsleitung, in dem diese allerdings für das Unternehmen keine konkreten Zahlen vorlegen muss.
Bolkestein will mit seinem Vorstoß die EU-Standards denen der USA anpassen und die Quartalsberichte verbindlich vorschreiben. Dagegen wandte sich aber vor allem Großbritannien mit der Begründung, dies sei eine unverhältnismäßig hohe Belastung für die Unternehmen. In Deutschland erstatten bereits rund 80% der gelisteten Unternehmen vierteljährlich Bericht. Das geplante Gesetz gehört zu den Kernvorhaben der Europäischen Union bei dem Bestreben, bis 2005 die EU-Finanzmärkte zu integrieren.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 01.12.2003

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