EU prüft Abwehraktionen gegen Pariser Stromkonzern
EdF findet in Brüssel Unterstützung

Im Streit um die Auslandsbeteiligungen der Electricité de France bekommt der französische Stromkonzern Schützenhilfe aus Brüssel. Die EU-Kommission prüfe, ob die gesetzlichen Abwehrmaßnahmen in Spanien und Italien gegen den Pariser Staatskonzern mit EU-Recht vereinbar seien, sagte ein Kommissionssprecher am Freitag.

rut BRÜSSEL. Möglicherweise würden die Abwehraktionen den freien Kapitalverkehr in der EU in unerlaubter Weise behindern. Es geht um den Einstieg der EdF beim italienischen Mischkonzern Montedison und um die Beteiligung der deutschen EdF-Tochter Energie Baden-Württemberg bei dem spanischen Energieversorger Hidrocantabrico.

Die Regierungen in Rom und Madrid haben die Stimmrechte von EdF in den beiden Unternehmen eingeschränkt. EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein habe erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Aktionen, hieß es in Kommissionskreisen. Die EU-Kommission werde in wenigen Wochen eine Grundsatzdebatte über Barrieren gegen grenzüberschreitende Investitionen führen, hieß es in den Kreisen. Dabei werde es auch um andere Fälle gehen, zum Beispiel das Volkswagen-Gesetz.

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