EU reagiert auf am Dienstag eingeführte Schutzzölle der USA
Stahlstreit: Brüssel klagt gegen Stahl-Schutzzölle

Die EU-Kommission hat ihre angedrohte Klage gegen die amerikanischen Schutzzölle auf Stahleinfuhren bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht.

dpa BRÜSSEL/GENF. Ein WTO-Sprecher bestätigte am Donnerstag den Eingang des EU-Antrages. Nun müssen die EU und die USA zunächst zwei Monate bilateral nach einer Lösung suchen. Sollte dies nicht zu einem Ergebnis führen, käme eine Schiedsstelle ins Spiel, die innerhalb von sechs bis neun Monaten ein Urteil fällen würde.

Für die von den USA am Dienstag beschlossenen Schutzzölle auf Stahleinfuhren zwischen 8 und 30 Prozent gibt es nach Brüsseler Auffassung keine Rechtsgrundlage. Schutzzölle kämen ausschließlich bei einer Steigerung des Imports in Frage, hieß es bei der EU. Der US-Stahlimport sei aber seit 1998 um 33 Prozent gesunken, die EU habe dagegen in derselben Zeit 18 Prozent mehr Stahl eingeführt. Die Schutzzölle sollen drei Jahre gelten.

Die USA importierten im vergangenen Jahr rund 30 Millionen Tonnen Stahl ein. Aus der EU stammten rund 25 Prozent der US-Stahlimporte. Die Hälfte dieser Menge unterliegt den Schutzzöllen. Nach ergänzenden Angaben erreichen europäische Stahl- und Eisenexporte in die USA insgesamt einen Jahres-Wert von 4,7 Milliarden Euro - wobei der ganz überwiegende Anteil auf Stahl entfällt.

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