EU-Richtlinie tritt am 1. Juli in Kraft
Gebühren für Euro-Abhebungen vereinheitlichen

Pünktlich zur Urlaubssaison müssen Banken ab kommendem Montag ihre Gebühren für Euro-Abhebungen im Inland und europäischen Ausland einheitlich gestalten. Die EU-Kommission in Brüssel verwies am Donnerstag darauf, dass eine entsprechende Richtlinie am 1. Juli in Kraft trete.

Wiwo/ AP BRÜSSEL. "Das Überschreiten einer Grenze wird für den Bankkunden nicht mehr teurer sein", sagte EU-Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein. Bislang berechneten Banken für Euro-Überweisungen in andere EU-Staaten teilweise weitaus höhere Gebühren als bei Transaktionen im Inland. Nach einer Vorlage der Kommission vom vergangenen Juli, der die Mitgliedstaaten im November zugestimmt hatte, dürfen Banken ab Montag für Euro-Abhebungen mit der Scheckkarte im europäischen Ausland keine höheren Gebühren verlangen als im Inland.

Dasselbe gilt für Euro-Zahlungen, die mit der Scheckkarte im europäischen Ausland erfolgen. Vom 1. Juli 2003 an sollen dann auch alle Überweisungen in Euro - ob im Inland oder dem EU-Ausland - dasselbe kosten. Dies soll auch für Schecks gelten. Theoretisch wäre es auch möglich, dass die Banken die Gebühren für Auslandsabhebungen nicht senken, sondern jene für inländische Transaktionen erhöhen. Kommissionssprecher Jonathan Todd empfahl den Verbrauchern für diese Fall, die Bank zu wechseln.

Sollte sich eine Bank nicht an die EU-Richtlinie halten, können sich Verbraucher an nationale Schlichtungsstellen wenden. In Deutschland ist dafür die Deutsche Bundesbank und der Bundesverband Deutscher Banken verantwortlich. (e-mail: www.schlichtung bundesbank.de oder www.ombudsmann bdb.de)

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