EU sagt schnelle Entscheidung zu
NRW beantragt vorbeugende MKS-Impfungen

Nordrhein-Westfalen hat beantragt, rund 1,1 Mill. Klauentiere an der Grenze zu den Niederlanden vorbeugend gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) zu impfen. Das teilte das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium am Donnerstag un Düsseldorf mit. Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) hat nach Angaben ihres Ministeriums in Berlin den Antrag an den zuständigen EU-Kommissar David Byrne weitergeleitet.

rtr DÜSSELDORF/BERLIN. Byrne habe zugesagt, schnellstmöglich eine Entscheidung des Ständigen Veterinärausschusses herbeizuführen. In der Vergangenheit hatte sich die EU-Kommission wiederholt gegen Massenimpfungen in der Europäischen Union ausgesprochen.

Der NRW-Impfplan sieht vor, in einem 25 Kilometer breiten Streifen an der Grenze zu den Niederlanden alle Klauentiere gegen MKS zu impfen. Das Fleisch der immunisierten Tiere soll nicht vernichtet, sondern verwertet werden, teilte das nordrhein-westfälische Ministerium mit. In dem für die Massenimpfung vorgesehenen Gebiet würden rund 300 000 Rinder und 800 000 Schweine gehalten. Im Norden der Niederlande war zuvor ein weiterer MKS-Infektionsherd aufgetreten. Die Europäische Kommission hatte daraufhin die Handelsbeschränkungen gegen die Niederlande verschärft. Das Saarland und Rheinland-Pfalz stellten am Donnerstag an der deutsch-französischen Grenze dagegen die Kontrollen und Desinfektionsmaßnahmen zum Schutz vor MKS ein, da in Frankreich kein neuer MKS-Fall aufgetreten war. Das ebenfalls an Frankreich grenzende Baden-Württemberg wollte die Schutzmaßnahmen zunächst beibehalten.

Die Tierseuche war im Februar in Großbritannien ausgebrochen. MKS-Fälle wurden bislang in den Niederlanden, Frankreich und Irland bestätigt. Die hoch ansteckende Seuche befällt unter anderem Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen. Für den Menschen ist sie ungefährlich.

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