Archiv
EU und USA sprechen über Subventionen für Boeing und Airbus

Im transatlantischen Streit um Staatsbeihilfen für die Flugzeugbauer Boeing und die zu EADS gehörende Airbus will eine Expertenrunde an diesem Donnerstag die Wogen glätten. Wie eine Sprecherin der EU-Kommission am Dienstag sagte, werden die Delegationen in Brüssel zusammenkommen. "Wir sind offen, über das Abkommen zu diskutieren", sagte sie. Entscheidend sei, dass sich niemand am Ende der Verhandlungen übervorteilt fühle. Allerdings dürfe der US-Hersteller nicht mehr direkte Unterstützung als Airbus erhalten. In einer Vereinbarung von 1992 regeln die USA und die EU den Umgang mit staatlichen Beihilfen für die Branche.

dpa-afx BRÜSSEL. Im transatlantischen Streit um Staatsbeihilfen für die Flugzeugbauer Boeing und die zu EADS gehörende Airbus will eine Expertenrunde an diesem Donnerstag die Wogen glätten. Wie eine Sprecherin der EU-Kommission am Dienstag sagte, werden die Delegationen in Brüssel zusammenkommen. "Wir sind offen, über das Abkommen zu diskutieren", sagte sie. Entscheidend sei, dass sich niemand am Ende der Verhandlungen übervorteilt fühle. Allerdings dürfe der US-Hersteller nicht mehr direkte Unterstützung als Airbus erhalten. In einer Vereinbarung von 1992 regeln die USA und die EU den Umgang mit staatlichen Beihilfen für die Branche.

Hintergrund der geplanten Gespräche ist, dass US-Präsident George Bush jüngst gedroht hatte, wegen angeblicher illegaler Subventionen für den europäischen Hersteller Airbus bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf zu klagen. Im Gegenzug kritisierte die europäische Industrie, Boeing profitiere in großem Stil von in Forschungsmitteln versteckten Subventionen des Verteidigungsministeriums und der Weltraumbehörde NASA.

Abkommen VON 1992 Sieht Schrittweisen Abbau DER Unterstützung VOR

In dem Abkommen von 1992 hatten sich die USA und die EU verpflichtet, auf WTO-Klagen zu verzichten. Zudem ist geregelt, dass Regierungen die Kosten neuer Flugzeugprogramme höchstens zu 33 % übernehmen dürfen. Außerdem soll die Unterstützung schrittweise abgebaut werden.

Auf dem weltweiten Markt für Großflugzeuge stehen sich nur noch Airbus und Boeing gegenüber. Der US-Konzern war über Jahrzehnte hinweg weltweit die Nummer eins. Inzwischen wurde er bei den Auslieferungen von Airbus überholt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%