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EU verhängt Strafzölle gegen Shimano

dpa BRÜSSEL/LUXEMBURG. Die EU hat gegen den japanischen Fahrradkomponentenhersteller Shimano Strafzölle von 11,3 % verhängt. Das entschied der EU-Ministerrat mit knapper Mehrheit in Luxemburg, berichteten EU-Diplomaten am Dienstag.

Betroffen sind fünf Jahre lang Nabenschaltungen, die Shimano angeblich unter Herstellungspreis in Europa verkauft. Der Anti-Dumping-Streit ist für die deutsche Fahrradindustrie von Bedeutung, denn die Branche befürchtet höhere Preise durch diese Strafzölle. Auch Auswirkungen auf Arbeitsplätze werden nicht ausgeschlossen, hieß es in Branchenkreisen.

Shimano-Schaltungen werden häufig bei Fahrrädern europäischer Hersteller verwendet. Bei Strafzöllen für die Schaltungen, die das as teuerste Einzelteil eines Fahrrades sind, dürfte der Endpreis für den Kunden steigen.

Das Anti-Dumping-Verfahren in Brüssel war Branchenangaben zufolge von dem US-Hersteller Sram angestoßen worden. Die EU-Kommission hatte die Untersuchung vor 15 Monaten begonnen und bisher jede Stellungnahme zu dem Verfahren abgelehnt.

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