EU-Verhandlungsführer empfehlen Annahme von Kompromisspapier
Einigung bei WTO-Konferenz zum Greifen nahe

Nach stundenlangen Verhandlungen auch in der Nacht ist bei der WTO-Konferenz in Doha am Mittwochmorgen eine Einigung zum Greifen nahe gewesen: Auf dem Tisch lag ein Kompromisspapier für die Abschlusserklärung, dem gute Chancen auf Annahme durch alle 142 Mitgliedsstaaten eingeräumt wurden.

afp DOHA. Wie aus europäischen Verhandlungskreisen verlautete, empfahlen EU-Verhandlungsführer Pascal Lamy und Franz Fischler den Mitgliedsstaaten die Annahme des Kompromisses.

Zuvor hatte die EU beim entscheidenden Streit um ihre Agrarsubventionen einen Sieg verbucht. Im Abschlussdokument soll nun nicht mehr - wie von den USA gefordert - stehen, dass die Agrarsubventionen schrittweise abgebaut werden müssen. Vielmehr sind in dem Entwurf für die offizielle Abschlusserklärung nur noch "ausgiebige Verhandlungen" zur Landwirtschaft vorgesehen, wobei das Ergebnis ausdrücklich offen gelassen wird.

Sollten alle Staaten der Abschlusserklärung zustimmen, wäre dies der Startschuss für eine neue, mehrjährige Handelsrunde für eine weitere Liberalisierung der Weltwirtschaft. Die Vorläuferkonferenz der WTO in Seattle war vor zwei Jahren unter anderem am Streit um Agrarsubventionen gescheitert. Dieser hatte auch die Verhandlungen in Doha an den Rand des Scheiterns gebracht. Ursprünglich hatte die Konferenz schon am Dienstagabend enden sollen. Wegen der Nichteinigung im Bereich Landwirtschaft wurden die Verhandlungen verlängert. Nach stundenlangem Ringen die ganze Nacht hindurch kam es dann zum Kompromiss.

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