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EU will angeblich Monopolvorwürfe gegen Microsoft prüfen

EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti will nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" den US-Softwarekonzern Microsoft auf einen wettbewerbswidrigen Missbrauch seiner Marktdominanz hin überprüfen.

rtr BERLIN. Das Blatt berichtete vorab aus seiner Montagausgabe, nach Angaben aus informierten Kreisen habe Montis Behörde zahlreiche Fragen zum neuen Betriebssystem Windows XP an das Unternehmen gerichtet. Der EU-Kommissar habe Bedenken, dass Microsoft die neue Windows-Version missbräuchlich mit Zusatzsoftware bündele, um sein Monopol bei Betriebssystemen auf andere Märkte auszuweiten. Das neue Betriebssystem soll ab dem 25. Oktober erhältlich sein. Windows XP wird mit Zusatzprogrammen zum Abspielen von Musik und Videos sowie Kurznachrichten und Telefonie ausgeliefert.

In den USA läuft bereits seit drei Jahren ein Kartellrechtsstreit zwischen der US-Regierung und Microsoft. Dem Konzern wird vom US-Justizministerium und 18 Bundesstaaten vorgeworfen, es habe eine illegale Monopolstellung im Markt für Betriebssysteme für Personal Computer inne. Die zuständige Richterin am Bezirksgericht in Washington schaltete am Wochenende einen Vermittler ein, der eine baldige Einigung herbeiführen soll. Falls sich die Streitparteien nicht bis zum 2. November einigen, sollen im kommenden März Anhörungen über Strafmaßnahmen gegen Microsoft eingeleitet werden.

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