Archiv
EU will Finanzströme des internationalen Terrorismus austrocknen

Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus hat die EU ihr Geldwäschegesetz verschärft. Das Gesetz verbietet unter anderem anonyme Bankkonten und Konten unter fiktiven Namen, teilten die EU-Diplomaten am Dienstag in Brüssel nach einer Einigung der EU-Finanzminister mit.

dpa-afx BRÜSSEL. Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus hat die EU ihr Geldwäschegesetz verschärft. Das Gesetz verbietet unter anderem anonyme Bankkonten und Konten unter fiktiven Namen, teilten die EU-Diplomaten am Dienstag in Brüssel nach einer Einigung der EU-Finanzminister mit. Bundesfinanzminister Hans Eichel lobte die Richtlinie, die eine Voraussetzung für die Stabilität der Finanzmärkte sei. Das Europaparlament muss dem EU-Gesetz noch zustimmen. Erst dann kann das Gesetz in den EU-Mitgliedstaaten verankert werden.

Bar-Geschäfte mit einem Umfang von über 15 000 Euro müssen künftig registriert werden. Identitätsüberprüfungen sind immer nötig, falls ein Verdacht auf Geldwäsche besteht. Das Geldwäschegesetz der EU ist 13 Jahre alt; es war 2001 ergänzt worden. Nun wird zum ersten Mal konkret die Terrorismusfinanzierung ins Visier genommen.

Eichel sagte, Polen wolle als erstes der zehn neuen EU-Mitgliedsländer der internationalen Expertengruppe "Finanzielle Maßnahmen gegen die Geldwäsche" (Fatf) beitreten, die in Paris sitzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%