EU wird wahrscheinlich neues Infineon-Werk bezuschussen
Infineon kann mit Staatsbeihilfe rechnen

Die EU wird Infineon wahrscheinlich den größten Teil der beantragten Staatsbeihilfe von 219 Millionen Euro für sein neues Werk in Dresden genehmigen.

Reuters BRÜSSEL. Der Münchener Halbleiter-Hersteller Infineon kann nach Informationen aus EU-Kreisen zumindest mit dem größten Teil der beantragten Staatsbeihilfe von 219 Millionen Euro für sein neues Werk in Dresden rechnen. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte dazu am Dienstag in Brüssel, die Entwicklung des Chipmarktes stehe der Genehmigung nicht mehr entgegen, aber eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

In EU-Kreisen hieß es jedoch, damit sei Infineon der größte Teil der beantragten Beihilfe in Höhe von 20 Prozent der Investitionskosten praktisch sicher. Der Kurs der Infineon-Aktie profitierte von den Aussichten auf eine Genehmigung und stieg in der Spitze um mehr als zwei Prozent auf 25,50 Euro, während der Deutsche Aktienindex nur um 0,28 Prozent zulegte.

Die Kommission hatte im November erklärt, die vom Bund und dem Land Sachsen geplante Beihilfe von 219 Millionen Euro für die Chipfabrik verstoße möglicherweise gegen EU-Recht. Eine Hauptsorge der Kommission war, dass mit dem Werk Überkapazitäten in einem schwierigen Marktumfeld für Halbleiter geschaffen werden könnten. Diese Befürchtung ist nach Angaben des Sprechers nun ausgeräumt. Die Marktsituation sei jetzt gut. "Dies wäre ein Argument für die Gewährung von Staatsbeihilfen." Derzeit werde noch untersucht, wieviel Arbeitsplätze durch das Werk geschaffen werden könnten. Dies kann Auswirkungen auf die Höhe der Beihilfe haben.

Infineon produziert in Dresden Halbleiter mit einer neuen Produktionstechnologie, die die Kosten der Herstellung erheblich verringern soll.

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