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EU-Zulassungsbehörde prüft nach Vioxx-Rücknahme auch Novartis-Medikament

Die europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel (Emea) wird nach der Rücknahme des Rheuma-Mittels Vioxx durch den US-Pharmakonzern Merck & Co andere Medikamente mit ähnlichen Wirkstoffen überprüfen. Es gelte festzustellen, ob es ein Problem mit der gesamten Gruppe von Arzneimitteln gebe, erklärte ein Emea-Sprecher am Freitag in London. Zu den Mitteln dieser Gruppe, den so genannten COX-2-Hemmern, gehören Prexige von Novartis und Celebrex von Pfizer .

dpa-afx LONDON/ZÜRICH. Die europäische Zulassungsbehörde für Arzneimittel (Emea) wird nach der Rücknahme des Rheuma-Mittels Vioxx durch den US-Pharmakonzern Merck & Co andere Medikamente mit ähnlichen Wirkstoffen überprüfen. Es gelte festzustellen, ob es ein Problem mit der gesamten Gruppe von Arzneimitteln gebe, erklärte ein Emea-Sprecher am Freitag in London. Zu den Mitteln dieser Gruppe, den so genannten COX-2-Hemmern, gehören Prexige von Novartis und Celebrex von Pfizer .

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte am Vortag bereits einen ähnlichen Vorstoß angekündigt. Merck hatte mit Vioxx eines seiner fünf umsatzstärksten Medikamente vom Markt genommen. Der Schritt wurde mit dem Hinweis begründet, dass sich durch das Medikament das relative Risiko von Herzkrankheiten erhöhe. Konkurrent Pfizer hatte darauf hin mitgeteilt, dass er sein eigenes Präparat für sicher hält.

Novartis Prüft Vioxx-Studie

Novartis AG hatte bereits vor der Emea-Stellungnahme mitgeteilt, die Ergebnisse der Vioxx-Studie müssten zunächst genauestens geprüft werden. Die Rücknahme des Medikaments sei noch zu frisch, um bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine klare Meinung zu äußern, erklärte ein Sprecher des Unternehmens in Zürich. Das Novartis-Mittel "Prexige" befindet sich derzeit noch in der Erprobungsphase.

Novartis plant bislang, das EU-Zulassungsverfahren für Prexige noch im dritten Quartal 2004 in Gang zu setzen. Mit einer Wiedervorlage in den USA wird spätestens Anfang 2006 gerechnet.

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