Euphorie bei Fans kaum zu überbieten
Die Rückkehr des berühmtesten Roten Diamanten

Guido Buchwald war als Spieler in Japan ein Held - jetzt wird der Fußballweltmeister von 1990 Trainer bei den Urawa Red Diamonds.

STUTTGART. Irgendwann in den nächsten Stunden oder Tagen wird von Walddorfhäslach aus ein Fax auf seine Blitzreise nach Fernost gehen, dann ist auch das Kleingedruckte im Vertrag zwischen Red Diamonds Urawa und Guido Buchwald bis ins letzte geklärt; und der populärste Klub der J-League bekommt zum zweiten Mal seinen deutschen Weltmeister. Diesmal allerdings als Trainer. Mündlich sind sich Guido-san und die Mitsubishi-Manager schon länger einig; schon das ganze Wochenende über gehörten die Schlagzeilen dem berühmtesten aller Roten Diamanten.

Er freue sich sehr auf diesen Job, sagt Buchwald, für ihn sei Tokio mittlerweile eine zweite Heimat, nachdem er über drei Jahre lang dort gelebt habe. Viele seiner Freunde haben ihm schon länger zu diesem Schritt geraten, denn nirgendwo ist Buchwald, der Weltmeister von 1990, prominenter als in Nippons Fußball-Szene.

Buchwalds erste Schritte ins Management waren nicht glücklich. Man könnte auch sagen, dass die Aufgaben, die erst beim Karlsruher SC und später bei den Stuttgarter Kickers auf den Manager Buchwald zukamen, ohne die entsprechende Unterstützung eine Nummer zu groß waren für den gelernten Elektro-Installateur und Jung-Unternehmer in der Büro- und Kommunikationsbranche.

In Urawa, einer Vorstadt von Tokio, braucht sich der 41-Jährige nicht mit Vorurteilen oder einem kritischen Umfeld herumzuplagen. Wer in Japan einmal zum Held wurde, bleibt für immer Held. Und es gibt nur ganz wenige Gai-Jin, wie hier die Fremden genannt werden, die einen solchen Status besitzen. Jene Minuten, als der Urawa-Spieler mit der Nummer 6 nach seinem letzten Auftritt auf einem Schimmel seine Ehrenrunde ums Stadion ritt, gehören zu den Höhepunkten in Buchwalds Karriere.

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