Euro 2008

Österreich erwartet Treffer für die Wirtschaft

Österreich rechnet sich bei Fußball-Europameisterschaft Chancen aus – allerdings weniger sportlich: Bei der Fußball-EM im Juni erwartet das Alpenland mehr goldene Treffer für Tourismus und Wirtschaft als Tore seiner Nationalmannschaft.
Das Logo der Euro 2008: Österreich hofft auf Wirtschaftswachstum. Foto: Archiv Quelle: dpa

Das Logo der Euro 2008: Österreich hofft auf Wirtschaftswachstum. Foto: Archiv

(Foto: dpa)

Knapp über 40 Tage vor dem Anpfiff des Turniers am 7. Juni rechnet das Gastgeberland mit einem EM-bedingten Zuwachs des Brutto-Inlandsprodukts um 0,2 Prozent. Laut einer Studie für das Wirtschaftsministerium wird der Wertschöpfungseffekt der EM 539 Millionen Euro betragen. Die Fußballfestspiele, die das Land zusammen mit der Schweiz veranstaltet, sollen Österreich rund zwei Millionen Übernachtungen zusätzlich bringen.

Die Vermarkter des Standorts setzen darauf, dass die Aufmerksamkeit für das nach der Fußball-WM und den Olympischen Spielen größte Sportereignis der Welt weitere Firmen anlockt. Als Wirtschaftsnation sei Österreich besser aufgestellt als auf dem Fußballfeld, sagte Rene Siegl, der Geschäftsführer der Betriebsansiedlungsagentur Austrian Business Agency (ABA).

Entscheidungsträger ausländischer Konzerne, die den Sprung nach Österreich erwägen, können mit einer Einladung der ABA für Spiele ihrer Mannschaft rechnen. Siegl nannte keine Namen, erwähnte aber russische Investoren.

Nach den Berechnungen des Instituts für Sportökonomie SportsEconAustria sollen allein die Stadionbesucher Österreich eine Wertschöpfung von 364 Millionen Euro bringen. Auf mitreisende Personen entfallen weitere 43 Millionen Euro. Für öffentliche Veranstaltungen wie auf der Wiener Fanmeile zwischen Hofburg und Rathaus wurde ein Gesamteffekt von 222 Millionen Euro errechnet. Dabei ist der Juni auch eine überaus günstige Zeit für die Tourismuswirtschaft, weil der Monat in Österreich im Vergleich zum Winter und den Ferienmonaten Juli und August schwach gebucht ist. Insgesamt verzeichnete die Alpenrepublik 2007 mehr als 121 Millionen Übernachtungen. In- und ausländische Touristen gaben mehr als 31 Milliarden Euro aus.

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