Euro 2008
Piraterie bereitet Uefa Kopfzerbrechen

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) steht vor einem neuen Problem: Immer häufiger tauchen auf Internet-Plattformen private Videos auf, die während der Spiele der Europameisterschaft zumeist per Handy oder Digitalkamera aufgenommen wurden. So waren beispielsweise auf einer norwegischen Plattform Bilder zu sehen, wie die beiden französischen Spieler Patrick Vieira und Patrice Evra im Kabinengang aneinandergeraten.

Alexandre Fourtoy, Chef der Uefa Media Technologies, sieht in den Veröffentlichungen die Rechte des europäischen Verbandes verletzt. "Piraterie ist ein großes Problem. Es gibt Piraten die Inhalte stehlen, um ihr eigenes Geschäft aufzubauen, und wir werden gegen alle vorgehen", so Fourtoy in der österreichischen Zeitung Standard. Allerdings: "Wenn man Aufnahmen macht, um sie zu Hause der Frau zu zeigen, ist das in Ordnung."

In diesem Zusammenhang beklagt die Uefa mangelnde Unterstützung durch die Plattformbetreiber, die wegen der eigenen kommerziellen Interessen ihre Kunden nicht auf Urheberrechtsverletzungen hinweisen würden - ein Problem, das auch die Film- und Musikindustrie kennt.

Fourtoys Kollege David Farrelly ergänzte: "Die Leute stellen Content ins Web. Daran können wir sie nicht hindern, aber wenn wir es herausfinden, dann werden wir es unterbinden. Es ist illegal. Es ist Piraterie. Wenn wir Dinge sehen, die der Veranstaltung schaden, dann werden wir auch handeln."

© SID

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