Euro bringt Sex-Branche Euro
Schlüpfrige Nachspielzeit boomt

Nicht nur Hoteliers, Gastwirte, Getränkehersteller und Sportartikelhersteller freuen sich über glänzende Geschäfte. Auch das Rotlicht-Milieu in Portugal freut sich dieser über ein reges Geschäft.

HB LISSABON. Das enge Hemdchen ist dem Trikot der italienischen Nationalelf nachempfunden. Aber die Trägerin hat mit dem Fußball nichts zu tun. Sie ist Striptease-Tänzerin im "Clube Champagne" bei Porto, und das blaue Kleidungsstück dient ihr allein dazu, es sich langsam vom Körper zu streifen. In Portugal hat sich auch die Sex-Branche auf die Fußball-Europameisterschaft eingestellt.

"In Portugal ist die Nachspielzeit immer der beste Teil des Spiels." Diesen Slogan der Tourismuswerbung haben sich auch die Sex-Clubs, die Freudenhäuser und die Callgirl-Agenturen zu eigen gemacht. Vielen von ihnen verhilft der Zustrom der - überwiegend männlichen - Fußball-Fans zu einem kräftigen Auftrieb. Einige Lokale stellten gar zusätzliche Mädchen ein.

In den Striptease-Bars gelten allerdings strenge Regeln. Das Anfassen der Tänzerinnen ist nicht erlaubt. Auch in den Separées, wo die "Künstlerinnen" sich für einen Aufpreis von 40 ? vor den Augen eines Einzelbetrachters ausziehen, wird jedes "Handspiel" abgepfiffen. "Für den Kunden muss das an Masochismus grenzen", meint eine portugiesische Reporterin verwundert.

"Für das Geschäft mit dem Sex ist die Euro 2004 gleichbedeutend mit Euro in Geldscheinen", schreibt die Zeitung "Correio da Manhã". Im Anzeigenteil der Sportblätter bieten Liebesdienerinnen in einem unbeholfenen Englisch ("Euro 2004 - Portuguese Grils") Hotelbesuche an. Gleich neben den Anzeigen für den Verkauf von Eintrittskarten für die EM-Stadien versprechen Masseusen "totale Entspannung".

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