Euro-Einführung - noch 50 Tage
Kreditwirtschaft: Euro-Einführung kostet 2 Milliarden Mark

Die deutsche Kreditwirtschaft lässt sich die Einführung des Euro rund zwei Milliarden Mark (1,02 Mrd. Euro) kosten.

ap BERLIN. Allein die Sparkassen würden für Transport, Lagerung oder Umtausch mehr als eine Milliarde Mark aufbringen, sagte der Vorstandsgeschäftsführer des Sparkassen- und Giroverbandes, Holger Berndt, am Montag in Berlin. Eine Umlage der Kosten auf die Kunden schloss er aus. Die zusätzlichen Ausgaben würden durch die intensiven Kundenkontakte im Zuge der Euro-Einführung ausgeglichen.

Die Rückgabe der so genannten Schlafmünzen geht nach Angaben des Sparkassenverbandes gut voran. Nach einer Emnid-Umfrage seien bereits 60 Prozent des nicht mehr benötigten D-Mark-Bargeldes auf Konten eingezahlt worden, sagte Berndt. An einer Rückgabe-Aktion im September und Oktober hätte sich jeder vierte Bundesbürger beteiligt. Insgesamt seien dabei fünf Milliarden Mark auf Konten eingezahlt worden und damit mehr als drei Mal so viel wie bei einer ähnlichen Aktion im Frühjahr.

Ein Drittel der rund 1 000 für die Emnid-Studie Befragten will den Bestand an D-Mark-Bargeld bis zum Jahreswechsel auf unter 100 Mark reduzieren. Ein weiteres Drittel will höchstens 300 Mark zurückhalten. "Wir sind deshalb zuversichtlich, dass schon nach rund 14 Tagen im Jahr 2002 die Hauptlast der Bargeld-Umstellung bewältigt sein wird", sagte Berndt.

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