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Euro-Einführung: Überwachung gegen Preiserhöhungen

Die Europäische Kommission hat die Euro-Länder aufgerufen, während des Übergangs zum Euro-Bargeld die Preisentwicklung genau zu prüfen, um verdeckten Preiszuschlägen entgegenzuwirken.

rtr BRÜSSEL. Die EU-Kommission wolle so dafür sorgen, dass die Preisentwicklung in der Euro-Zone in den kommenden Monaten transparenter werde, sagte ein Sprecher von EU-Währungskommissar Pedro Solbes am Montag in Brüssel zur Begründung. Die Preisentwicklung solle, wenn möglich, sogar einmal wöchentlich untersucht werden. Die nationalen Statistikämter untersuchten bereits, ob dies machbar sei.

Die Verbraucherverbände hatten die Befürchtung geäußert, dass der Handel die Euro-Einführung zu Preiserhöhungen nutzen könnte. Doch hätten nicht alle der zwölf Euro-Länder positiv auf den Vorschlag der EU-Kommission reagiert, sagte der Solbes-Sprecher weiter. Der EU-Kommissar wolle das Thema deshalb erneut in der Runde der Euro-Finanzminister ansprechen.

Der französische Finanzminister Laurent Fabius hatte bereits erklärt, seine Regierung werde die Preisentwicklung genau beobachten, um sicher zu stellen, dass der Handel die Euro-Einführung nicht für Preiserhöhungen nutzt. Der EU-Kommissionssprecher sagte, Verbraucherverbände verfügten nach eigenen Angaben über Hinweise, dass die Preise für bestimmte Produktgruppen in einigen Euro-Ländern ansteigen. Die EU-Kommission könne die Preise aber nicht diktieren. Es liege aber in der Macht der Verbraucher, auf Preiserhöhungen zu reagieren. Das Euro-Bargeld soll am 1. Januar 2002 eingeführt werden.

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