Euro erreicht in Fernost wieder Dollar-Parität
Nikkei schließt etwas niedriger

Die Tokioter Börse hat am Donnerstag schwächer geschlossen. Händler sagten, nach unten revidierte Gewinnprognosen und die Befürchtungen von Anlegern, nach der Kursrally in den USA komme es zu Gewinnmitnahmen und damit zu schwächeren Aktienbörsen hätten den Markt belastet.

Reuters TOKIO. So hatte unter anderem der Computerspiele-Herstellers Sega die Prognosen gesenkt. Nach Börsenschluss in den USA hatte sich zudem der Netzwerkausrüster Cisco vorsichtig über die weitere Entwicklung geäussert, was die Nasdaq-Furtures drückte.

Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,37 % oder 32,85 Punkte tiefer auf 8920,44 Punkten. Der kapitalgewichtete Topix-Index verlor 0,3 % oder 2,66 Punkte schwächer auf 880,57 Zähler. In der ersten Sektion wurden 708 (Vortag 742) Mill. Aktien gehandelt.

Manche Experten äusserten sich positiv über die unerwartet starke Leitzinssenkung um 50 Basispunkte auf noch 1,25 % durch die US-Notenbank (Fed). Dies dürfte der weltgrössten Wirtschaft helfen, hiess es. Andere wiesen darauf hin, dass das Fed nun eine neutrale Situation einnehme und nur wenige Faktoren übrig seien, die den Aktienmarkt unterstützen könnten.

"Nun sind alle Schlüsselereignisse, die Zwischenwahlen und die FOMC-Sitzung, vorbei. Was bleibt, ist die Möglichkeit eines frühen Schlags gegen Irak, ein Faktor, der die Kursschwankungen erhöht", sagte Tetsuya Ishijima, Investmentstratege bei Okasan Securities.

Die Stimmung habe zudem unter schwachen Gewinnschätzungen einiger grösserer Gesellschaften gelitten. "Der Markt ist betreffend Gewinnprognosen sensitiver geworden seit dem Honda-Schock", sagte Masaharu Sakudo von Tachibana Securities. Im Oktober hatte der Autokonzern die Gewinnaussichten deutlich nach unten revidiert.

Sega sackten um das Tageslimit von 300 Yen auf 1212 Yen, nachdem das Unternehmen die Gewinnprognose für das laufende Jahr um 70 % nach unten genommen hat. Sega hatte eine Gewinnwarnung ausgesprochen, nachdem der Sega-Hauptaktionär CSK Corp ebenfalls seine Schätzung reduziert hatte. CSK verloren 15 % auf 2700 Yen.

Nach einer Verlustwarnung der US-Kaffee-Kette Starbucks sackten auch Starbucks Coffee Japan um das mögliche Tageslimit von 3000 Yen auf 18 200 Yen. Starbucks begründete das negative Ergebnis mit gestiegenen Expansionskosten und sinkenden Umsätzen.

Die Aktien der Mobiltelefongesellschaft NTT DoCoMo schlossen unverändert bei 241 000 Yen. Nach Börsenschluss hatte DoCoMo mitgeteilt, der Gewinn im ersten Halbjahr sei um 95,3 % gefallen. Die Gewinnprognose für das ganze Jahr wurde drastisch gekürzt.

Die Aktien des Maschinenbauers Hitachi Zosen Corp 7004.T> brachen um 27 % ein auf 30 Yen. Das Unternehmen hatte eine Gewinnwarnung ausgesprochen und die Reduktion des Kapitals um 50 % angekündigt. Händler sagten, sie erwarteten weitere solche Hiobsbotschaften aus traditionellen Sektoren wie Maschinen- oder Schiffbau.

Uneinheitlich schlossen die Elektronikwerte. Manche wie Oki Electric profitierten von Schnäppchenjägern und legten zu. Andere wie Hitachi dagegen gaben nach.

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