Euro fällt weiter
Euro-Renten fallen im Einklang mit US-Treasuries

Reuters FRANKFURT. Die richtungweisenden europäischen Zinsfutures sind am Mittwoch im Einklang mit den US-Treasuries zurückgefallen. Händler begründeten die Entwicklung vor allem mit der Erholung der Aktienbörsen, wodurch die Rentenmärkte dies- und jenseits des Atlantiks ihre Funktion als sicherer Anlagehafen verloren hätten und die Anleger an die Aktienbörsen zurückkehrten. Etwas belastet hätten zudem die neuen Allzeittiefs des Euro zu Dollar und Yen, hieß es im Handel. Der Markt habe allerdings schlechte Nachrichten über den Euro schon lange weitgehend eingepreist.



Positiv aufgenommen worden sei das Ausschreibungsergebnis für die Zuteilung der 30-jährigen Bundesanleihe. Der Bund-Future ging mit 105,26 Zählern um 35 Ticks schwächer aus dem Markt. Der Bobl-Future verlor elf Stellen auf 103,51 Punkte. Am kurzen Ende gab der Schatz-Future vier Ticks auf 101,44 Zähler ab. Die zehnjährige Bundesanleihe Januar 2011 notierte mit 99,92 nach 100,220 Prozent zur Kasse. Sie rentierte auf diesem Niveau mit 5,24 Prozent. Der Rex-Rentenindex büßte 0,06 Prozent auf 110,1691 Punkte ein.



Der richtungweisende 30-jährige US-Bond zu 6,250 Prozent büßte bis gegen 19.15 Uhr MESZ 15/32 auf 107-09/32 Punkte ein und rentierte mit 5,7354 Prozent. Händlern zufolge hatte die Talfahrt der Treasuries und auch der europäischen Rentenwerte eingesetzt, als der Dow-Jones-Index 30 führender Industriepapiere wieder in positives Terrain wechselte. Bis gegen 19.15 Uhr gab das New Yorker Börsenbarometer jedoch wieder nach und notierte um 0,35 Prozent schwächer bei 10.356,44 Punkten. Der Dax baute seine Verluste zwar etwas ab, notierte mit 6745,96 Zählern aber noch immer 0,84 Prozent im Minus.



Die neuen Allzeit-Tiefs des Euro hätten sich negativ in der Stimmung am Markt niedergeschlagen. Nachlassende Spekulationen über Notenbank-Interventionen hatten den Euro am Nachmittag auf neue Allzeittiefs von 88,99 Yen und 0,8250 Dollar gedrückt. Da sich die Notenbanker und Finanzminister beim G-20- Treffen in Montreal am Mittwoch zum Euro bislang in Schweigen hüllten, schwindet Händlern zufolge die Chance auf eine verbale Unterstützung des Euro. Auch erneute Interventionen der Zentralbanken zu Gunsten der Währung noch während des G-20-Treffens hielten Marktteilnehmer für unwahrscheinlich.



Gegen 19.20 Uhr MESZ notierte die Gemeinschaftswährung mit 0,8253/55 Dollar. Das Ausschreibungsergebnis für die Zuteilung der neuen dreißigjährigen Bundesanleihe (2031) mit einem Cupon von 5,50 Prozent habe der Markt positiv aufgenommen hieß es im Handel. Die Bundesbank hatte am Vormittag mitgeteilt, zugeteilt worden seien 3,951 Milliarden vom Gesamtvolumen von fünf Milliarden Euro. Den gewogenen Durchschnittskurs nannte die Bundesbank mit 99,64 Prozent. Zugeteilt worden seien 100 Prozent der Gebote ohne Kursangabe und 100 Prozent der Gebote zum niedrigsten akzeptierten Kurs von 99,60 Prozent.

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