Euro fester
Nikkei-Index legt dank Intel zu

Die japanischen Technologietitel haben am Freitag von Nachrichten des weltgrößten Computerchip-Herstellers Intel profitiert und dem Aktienmarkt in Tokio Auftrieb verliehen. Viele Marktteilnehmer hätten mit negativen Nachrichten von Intel gerechnet, sagte ein Händler.

rtr/vwd/dpa TOKIO. Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Freitag fest geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte nach der positiven Vorgabe der Wall Street um 152,71 Punkte oder 1,2 % zu und ging beim Stand von 13 430,22 Zählern ins Wochenende. Der marktbreite Topix gewann 6,46 Punkte oder 0,5 % hinzu und schloss mit 1 318,09 Zählern.

Um 15.00 Uhr Ortszeit notierte der US-Dollar zum Yen fester mit 120,21-24 Yen nach 119,96-98 Yen am Donnerstag. Der Euro wurde fester mit 0,8480-85 $ notiert nach 0,8470-80 $ am Vortag.

Die bloße Andeutung, die Prognosen zu erreichen, hätte bei Investoren Erleichterung ausgelöst. Intel hatte am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitgeteilt, einen Umsatz für das zweite Quartal 2001 im unteren Teil der im April prognostizierten Spanne zu erwarten und damit nach Angaben von Analysten die Hoffnung auf eine Erholung der Chipindustrie gestärkt.

Unter den Technologiewerten kletterten Koycera 4,46 % auf 12 170 Yen. Die Prognosen des Verbandes der Halbleiter-Hersteller SIA, wonach die Industrie sich im zweiten Halbjahr etwas erholen dürfte, unterstützten den Titel. Toshiba, Japans grösster Chiphersteller, schlossen 2,38 % fester mit 685 Yen. Hitachi legten 2,38 % auf 1 290 Yen zu und bauten damit ihre seit drei Tagen anhaltende Gewinnserie weiter aus. Aufgrund des soliden Wachstums, welches Hitachi im Januar-März-Quartal ausgewiesen hatte, sei die Firma zu einem Liebling der Analysten geworden, sagten Händler.

Der Aufschwung im Technologiebereich veranlasste institutionelle Anleger jedoch, sich wieder im Aktienmarkt zu engagieren. Bankenwerte wie UFJ Holdings gewannen in der Folge an Boden. UFJ, eine der vier grossen japanischen Bankengruppen, stiegen um 1,06 % auf 665 000 Yen und Sumitomo Mitsui Banking legten 0,71 % auf 992 Yen zu. Mizuho Holdings verloren hingegen 1,36 % auf 580 000 Yen. Bereits am Vortag war der Titel kräftig gefallen. Händler erklärten, dass Bankenwerte kaum weiter zulegen dürften, da die Sorgen um die faulen Kredite der Banken das Potential der Titel nach oben abtragen würden.

Die Titel des Handelshauses Nissho Iwai schlossen sieben Yen oder 3,52 % fester mit 206 Yen und zählten zu den am aktivsten gehandelten Werten. Nach Ansichten einiger Anleger dürften die Revitalisierungsbemühungen der Firma nun endlich Früchte tragen, hiess es.

Mehr Informationen unter: Intel sieht Quartalsumsatz innerhalb der Prognosen

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