Euro gibt nach US-Arbeitsmarktdaten leicht nach
Konjunkturdaten unterstützen Kurs des US-Dollar

Der Euro hat am Mittwoch im frühen US-Geschäft nach überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten leicht auf Kurse um 0,9910 Dollar nachgegeben.

Reuters NEW YORK. Vor dem US-Feiertag "Thanksgiving" am Donnerstag seien die Umsätze aber bereits gering, sagten Händler. Weitere Impulse für den Devisenhandel erwarteten Händler von einer Reihe neuer US-Konjunkturdaten, die heute Nachmittag vorgelegt werden sollten.

Ein stärker als erwarteter Rückgang der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 23. November signalisierte eine weitere Entspannung am Arbeitsmarkt, was den Dollar Händlern zufolge gestützt habe. Devisenexperten erhofften sich nach den enttäuschenden US-Wachstums- und Verbraucherzahlen vom Vortag von den am Mittwoch anstehenden US-Daten Hinweise auf ein Anziehen der weltgrößten Volkswirtschaft.

Die Gemeinschaftswährung sank nach Vorlage der Daten zu den US-Erstanträgen unter ihren EZB-Referenzkurs von 0,9927 (Vortag 0,9910) Dollar. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX war der Euro-Kurs gegen Mittag mit 0,9920 (0,9923) Dollar ermittelt worden. Zum Yen gab der Dollar in New York auf rund 121,40 Yen nach. "Vor dem langen Wochenende wird der Handel wohl ruhig verlaufen, da niemand größere Positionen eingehen will", sagte Michael Klawitter, Devisen-Stratege bei der WestLB.

Analysten hatten die leichte Erholung des Dollar zum Euro in den vergangenen Tagen vor allem mit der eher positiven Einschätzung der US-Konjunkturerholung begründet. Starke Daten seien aber zumindest am Dienstag ausgeblieben. "Hatten wir irgendwelche Daten, die auf eine Wachstumsbeschleunigung der US-Wirtschaft hindeuteten? Nicht wirklich", sagte Klawitter weiter. Die Leute seien aber vorsichtig optimistisch, auch wenn noch einer weiter Weg zu gehen sei, sagte Henry Wilkes von Brown Brothers Harriman.

Gegen 15.45 Uhr MEZ wird der endgültige Index zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für November erwartet. Analysten rechnen mit einem Anstieg auf 85,5 Punkte von 80,6 Punkten im Oktober. Die Verbrauchervertrauens-Daten des Conference Board hatten am Vortag den Markt mit einem überraschend geringen Anstieg enttäuscht. Der für 16.00 Uhr MEZ angekündigte Einkaufsmanagerindex der Region Chicago dürfte sich den Experten zufolge leicht erholen. Für 18.00 Uhr MEZ steht zudem die Vorlage des Konjunkturberichts der US-Notenbank (Fed) "Beige Book" an.

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