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Euro im frühen Handel stabil über 84 US-Cents

Die Marktteilnehmer waren vor dem Treffen der G-20 Finanzminister nicht zu massiven Euro-Verkäufen bereit.

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat sich im frühen europäischen Handel stabil um die Marke von 84 US-Cents bewegt. Händler sagten, die Marktteilnehmer seien im Vorfeld des Treffens der G-20 Finanzminister am Dienstag nicht zu massiven Euro-Verkäufen bereit, da angesichts des Treffens die Spekulationen über mögliche Notenbank-Interventionen zu Gunsten der Gemeinschaftswährung anhielten. Generell seien die Akteure wegen der Unsicherheit an den Aktienmärkten und den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten nervös. Zudem werde erstmals über die Auswirkungen der US-Präsidentschaftswahlen auf die US-Wirtschaft diskutiert. Äußerungen von EZB-Ratsmitglied Jean-Claude Trichet wirkten sich unterdessen Händlern zufolge nicht auf den Euro aus.

Gegen 10.40 Uhr MESZ notierte der Euro mit 0,8408/10 $, nach einer letzten Notiz am Freitag in New York bei 0,8413/18 $. Damit lag die Gemeinschaftswährung weniger als einen Cent über ihrem am Mittwoch erreichten Allzeittief von 0,8326 $. Gegenüber dem Yen notierte der Euro bei 91,61 Yen.

Euro durch Äußerungen von Trichet nicht beeinflußt

Äußerungen des französischen Notenbankchefs und EZB-Ratsmitglieds Jean-Claude Trichet, er stehe im im Namen des gesamten EZB-Rats hinter dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, bewegten die Gemeinschaftswährung nicht. Im französischen Radiosender RTL sagte Trichet am Montag in Paris: "Wir stehen alle fest vereint hinter ihm und zu ihm. Und das gilt für alle meine Kollegen". Trichet hatte zudem gesagt, ein starker Euro sei im Interesse der europäischen Wirtschaft. Die französische Wirtschaft sei außerdem nach wie vor "relativ robust" und werde in diesem Jahr um drei Prozent wachsen.

Duisenberg war in der vergangenen Woche massiv für Aussagen kritisiert worden, wonach die Notenbanken im Falle neuer Kursverluste des Euro durch die Krise im Nahen Osten den Euro nicht stützen werde. Der Euro war daraufhin auf ein Allzeittief von 0,8326 $ gefallen.

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