Euro kein Teuro
Verbraucherpreise steigen im Euro-Jahr 2002 nur um 1,3 Prozent

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im ersten Jahr des Eurobargeldes im Durchschnitt nur um 1,3 Prozent gestiegen. Diese Schätzung veröffentlichte das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen.

dpa WIESBADEN. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im ersten Jahr des Eurobargeldes im Durchschnitt nur um 1,3 Prozent gestiegen. Diese Schätzung veröffentlichte das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen. 2001 hatte die Inflation mit 2,5 Prozent noch den höchsten Stand seit Mitte der 90er Jahre erreicht. Vor allem sinkende Lebensmittelpreise hielten den Preisauftrieb in diesem Jahr gering, während für den Besuch im Restaurant mehr gezahlt werden musste. Wegen der schwachen Konjunktur rechnen Volkswirte auch 2003 mit weitgehend stabilen Preisen.

Trotz höherer Heizöl- und Kraftstoffpreise verharrte die Inflation im Dezember wie im November bei 1,1 Prozent. Von November auf Dezember erhöhten sich die Verbraucherpreise nur um 0,1 Prozent. Preisdämpfend wirkten sich die Rabattschlachten im Einzelhandel aus, die vielfach Bekleidung und Schuhe verbilligten. Dagegen schlugen saisontypische Erhöhungen bei den Mieten für Ferienwohnungen und - häuser wegen der anbrechenden Ski-Saison preistreibend zu Buche.

Die schwache Konjunktur und die extreme Zurückhaltung der Verbraucher dürfte den Preisauftrieb auch im kommenden Jahr bremsen. Die Volkswirte der Deutschen Bank rechnen mit einer Jahresinflation von nur 1,0 Prozent. Die Commerzbank geht dagegen von einer Teuerungsrate von 1,3 Prozent aus, da in der zweiten Jahreshälfte eine einsetzende wirtschaftliche Erholung die Preise weiter nach oben treibe. Unternehmen würden die Gelegenheit nutzen, um Lohnerhöhungen an die Verbraucher weiterzugeben.

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