Euro legt Pause ein
Dax lotet weitere Tiefstände aus

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat am Freitag weitere Tiefstände ausgelotet. Am späten Vormittag sank das seit Wochen unter Druck stehende Börsenbarometer aus 30 Standardwerten vorübergehend auf nur noch gut 5316 Punkte.

dpa/afp FRANKFURT/M. So tief hatte der Dax zuletzt am 25. Oktober 1999 geschlossen. Bereits am Donnerstag war der DAX vorübergehend auf 5334,04 Zähler abgesackt und hatte damit den niedrigsten Stand seit 21 Monaten erreicht. Am Freitag zeigten sich auch andere wichtige Aktien in der Euro-Zone weiter schwach: Der Leitindex Dow Jones Euro Stoxx 50 stand kurz vor Mittag 0,55 Prozent im Minus, nachdem er wie der DAX am Vortag mehr als ein Prozent nachgegeben hatte.

An der Dax-Spitze stand weiterhin nach der Verschiebung des US- Börsengangs die seit Tagen gebeutelte Bayer -Aktie, die sich um 1,52 Prozent auf 33,40 Euro verteuerte. Marktbobachter hatten den Schritt als richtige Entscheidung begrüßt. An das Verliererende rutschte die Aktie von Dax-Neuling MLP . Die Vorzugsaktie verbilligte sich um über zwölf Prozent auf 74 Euro.

Die T-Aktie gab ihre anfänglichen Kursgewinne wieder ab und notierte mit minus 0,61 Prozent bei 17,89 Euro. Telekom - Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick sagte in einem Zeitungsinterview, er rechne damit, dass von den neuen Großaktionären der Telekom nach Ablauf einer Haltefrist am 1. September rund 80 Millionen Anteile auf den Markt kommen dürften. Allerdings gab er sich gelassen: Selbst 100 Millionen Stück dürften den Markt nicht beeindrucken.

Die Commerzbank erklärte, sie erwarte eine Fortsetzung der "Seitwärtsbewegung" an den Aktienbörsen. "Eine nachhaltige Erholung wird erst dann eintreten, wenn sich eine konkrete konjunkturelle Verbesserung abzeichnet", betonte das Geldinstitut in Frankfurt. Rund um den Globus sei die Unsicherheit an den Aktienmärkten anhaltend groß. "Das Vertrauen der Anleger in Konjunktur und Unternehmen ist stark angeschlagen." Privaten Anlegern rät die Commerzbank unter anderem zu Staatsanleihen oder Pfandbriefen mit zwei- bis dreijährigen Laufzeiten.

Der Euro legte zum Wochenschluss auf seinem jüngsten Erholungskurs eine Pause ein. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete in Frankfurt 0,9116 Dollar und lag damit knapp unter dem Referenzkurs vom Donnerstag, den die Europäische Zentralbank auf 0,9144 Dollar festgelegt hatte.

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