"Euro-Minister" ernannt
Persson bildet schwedische Regierung um

Der schwedische Ministerpräsident Göran Persson hat seine sozialdemokratische Minderheitsregierung am Montag auf neun Posten umgebildet. Fünf Wochen nach den Reichstagswahlen kam dabei Gunnar Lind als "Euro-Minister" neu ins Kabinett.

HB STOCKHOLM. Er soll Schwedens Beitritt zur gemeinsamen EU-Währung vorbereiten, über die wahrscheinlich im nächsten Frühjahr oder Herbst bei einer Volksabstimmung entschieden wird.

Der neuen Regierung gehören einschließlich Vizeministern 10 Frauen und 12 Männer an. Die Umbildung war entgegen den Plänen Perssons durch mehrere Ministerrücktritte notwendig geworden. Kurz nach den von den Sozialdemokraten gewonnenen Wahlen hatte der seit 1996 amtierende Regierungschef erklärt, es gebe keinen Anlass, die "Siegermannschaft" umzubauen. Er wurde in den Wochen danach aber mit mehreren Rücktrittserklärungen erfahrener Minister konfrontiert und so zu einer größeren Kabinettsumbildung gezwungen.

Persson bedauerte ausdrücklich, dass erneut kein Kabinettsmitglied nichtschwedischer Abstammung ein Ministeramt bekommen habe. Die meisten der Schlüsselposten blieben unverändert. So behält Außenministerin Anna Lindh ebenso ihr Amt wie Finanzminister Bo Ringholm und Justizminister Thomas Bodström. Erste Frau an der Spitze des schwedischen Verteidigungsministeriums wurde Leni Björklund. Das in den Medien als "Superressort" eingestufte Wirtschaftsministerium übernimmt der bisherige Handelsminister Leif Pagrotsky.

Die Sozialdemokraten regieren mit parlamentarischer Unterstützung der Linkspartei und der Grünen. Ihre Fraktion ist mit 144 der 349 Reichstagsmandate fast dreimal so groß wie die der Konservativen als zweitgrößte Partei mit 55 Abgeordneten.

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