Euro nach Ifo-Index und US-Wachstumsdaten unverändert
Eurokurs kämpft mit der Dollar-Parität

Der Euro hat am Dienstag im frühen US-Geschäft nach der Vorlage der revidierten US-Wachstumsdaten kaum verändert bei Kursen knapp über 0,99 Dollar notiert.

Reuters NEW YORK. Auch von dem geringer als erwartet ausgefallenen Rückgang des Ifo-Index für das deutsche Geschäftsklima im November hatte der Euro im europäischen Geschäft Händlern zufolge keine Impulse bekommen.

Der Euro pendelte in New York um seinen EZB-Referenzkurs von 0,9910 (Vortag 0,9905) Dollar. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX war die Gemeinschaftswährung mit 0,9923 (0,9904) Dollar festgelegt worden. Zum Yen zog der Dollar auf Kurse etwas über 122 Yen an.

"Der Markt revidiert seine Einschätzung für die Aussichten der US-Wirtschaft. Viele Anleger waren bislang einfach zu pessimistisch", sagte Bilal Hifeez, Devisen-Stratege bei der Deutschen Bank. Analysten halten die Aussichten für die Konjunktur in den USA derzeit für besser als in Europa. Dies hatte den Euro bereits Ende vergangener Woche wieder unter die Parität zum Dollar gedrückt.

Die jüngsten Daten zum US-Wachstum scheinen dies Händlern zufolge zu bestätigen. Das Wirtschaftswachstum wurde für das dritte Quartal auf plus vier Prozent auf das Jahr hochgerechnet nach zunächst 3,1 Prozent nach oben revidiert. Analysten hatten lediglich mit einer Revision auf plus 3,8 Prozent gerechnet.

Mit Blick auf die deutschen Konjunkturdaten sagten Analysten: "Der deutsche Ifo-Index hat die Einschätzung bestätigt, dass die Fundamentaldaten für die Euro-Zone zu einem Zeitpunkt, zu dem die US-Erholung offensichtlich an Fahrt gewinnt, deutlich schwächer sind", sagte Neil MacKinnon von ECU.

Der Rückgang des Ifo-Index für November auf 87,3 Punkte von 87,7 Zählern im Oktober fiel geringer als von Analysten im Schnitt mit 86,8 Punkten erwartet aus. "Die Leute hatten mit dem Schlimmsten gerechnet", sagte ein Devisenhändler einer US-Bank. Analysten werteten den sechsten Rückgang in Folge aber als eher trübes Zeugnis für die wirtschaftliche Lage in Deutschland.

Am Nachmittag dürfte zudem die Veröffentlichung des Index für das Verbraucher-Vertrauen des Conference Board für November dem Devisenhandel Impulse geben, sagten Händler. Volkswirte rechnen bei dem für 16 Uhr MEZ erwarteten Index im Schnitt mit einem kräftigen Anstieg auf 85,2 Punkte nach 79,4 Zählern im Oktober.

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