Euro notierte leichter
Dax dank freundlicher US-Futures freundlich

Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat sich im Handel am Dienstag trotz der Kursverluste der US-Börsen vom Montag freundlich präsentiert.

Reuters FRANKFURT. Am Mittag lag das Börsenbarometer für die deutsche Standardwerte 0,44 Prozent im Plus bei 6 637,80 Punkten.

Der Markt orientiert sich derzeit ausschließlich an den Terminkontrakten auf die US-Indizes, sagte Knut Hochwald, Händler bei der Hamburger Sparkasse. Der Nasdaq-Future tendierte 55,50 Punkte höher bei 2 870,00 Zählern und der S&P-Future 7,20 Punkte im Plus bei 1 354,20 Zählern.

Eigene Impulse fehlten weitgehend, so Hochwald weiter. Am Montag hatten die US-Börsen teils deutlich leichter geschlossen, einen Großteil ihrer Verluste allerdings bereits bei Handelsschluss in Frankfurt ausgewiesen.

Daniel Dietz von der SGZ Bank machte technische Reaktionen für die Kursentwicklung verantwortlich. Er hoffe mit Blick auf die Präsidentenwahlen in den USA auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes von Florida, damit die Unsicherheit aus dem Markt genommen werde. Auch Hochwald sagte, er wünsche sich eine schnelles Urteil, obwohl der dabei Unterlegene seiner Einschätzung zufolge in Revision gehen dürfte.



Daimler-Chrysler erneut größter Verlierer

Größter Verlierer im Dax waren am Dienstag erneut Daimler-Chrysler, die unter einer weiteren Herabstufung und den anhaltenden Turbulenzen bei der US-Tochter Chrysler litten. Die Aktie gab um 2,73 Prozent auf 46,35 Euro nach und zog auch andere Automobilhersteller nach unten.

Verluste verbuchte auch das Schwergewicht Allianz, das ebenfalls von einer Herabstufung belastet wurde und 1,64 Prozent auf 397,00 Euro einbüßte.

Überdurchschnittlich legten unterdessen Karstadt Quelle zu. Händler konnten keine unmittelbaren Gründe für das Plus von 3,08 Prozent auf 40,20 Euro ausmachen und vermuteten Portfolio-Umschichtungen weg von der "New Economy" hin zu den traditionellen Branchen. RWE zogen nach erfreulichen Quartalszahlen um 2,7 Prozent auf 47,24 Euro an.

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Thyssen Krupp setzten unterdessen ihre Aufwärtsbewegung im Zuge der Transrapid-Phantasie der vergangenen Tage fort und gewannen 2,46 Prozent auf 16,65 Euro.

Zulegen konnten auch Siemens und SAP. Händlern zufolge profitierten diese Unternehmen von einer steigenden Nachfrage nach Technologie-Standardwerten. Die Aktien festigten sich 1,58 Prozent auf 128,50 Euro beziehungsweise um 1,3 Prozent auf 190,50 Euro. Infineon folgten diesem Trend zunächst, konnten aufgrund von Gewinnmitnahmen ihr Tageshoch von 46,47 Euro nicht halten und lagen am Mittag 0,55 Prozent im Minus bei 44,94 Euro. Technische Reaktionen sorgten Händlerangaben zufolge bei Henkel für einen Zuwachs von 2,14 Prozent auf 71,70 Euro.

Der MDax für die mittelgroßen Werte tendierte gegen Mittag 1,26 Prozent im Minus bei 4 803,63 Punkten. Am Neuen Markt verlor der Nemax-All-Share-Index 0,53 Prozent auf 3327,50 Zähler und der Nemax-50 tendierte 0,4 Prozent auf 3 492,45 Punkte niedriger.

Der Euro notierte gegenüber dem Dollar leichter. Es wurden Kurse um 0,8487 Dollar nach einem Schluss von 0,8512 Dollar am Montag in New York genannt. Der Euro-Bund-Future lag mit sieben Ticks im Minus bei 105,87 Punkten.

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