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Euro-Renten eröffnen wenig bewegt

Der Markt wartet auf die Juli-Verbraucherpreisdaten für die Euro-Zone.

Reuters FRANKFURT. Am europäischen Rentenmarkt haben die richtungweisenden Anleihefutures am Freitag angesichts neutraler Vorgaben und in Erwartung der Juli-Verbraucherpreisdaten für die Euro-Zone wenig verändert eröffnet. Bei geringen Umsätzen notierte der Euro-Bund-Future gegen 09.30 Uhr MESZ mit acht Ticks im Plus bei 105,48 Punkten. "Es gab bislang noch nichts, was die Kurse hätte nachhaltig bewegen können", sagte ein Analyst in Frankfurt. Der Euro notierte im frühen europäischen Geschäft zwar etwas leichter als am Vorabend in New York, sei generell aber stabil. Auch die US-Staatsanleihen hätten neutrale Vorgaben geliefert.

Von den Verbraucherpreisdaten erwartet sich der Markt weiteren Aufschluss über die künftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Hinsichtlich der Inflationsdaten rechnen von Reuters befragte Volkswirte in der Euro-Zone im Durchschnitt mit einer Teuerung von 2,4 % im Juli. In der Jahresrate würde dies dem Anstieg des Vormonats entsprechen. Die Zahl läge damit weiter deutlich über dem Wert von 2,0 %, die die Europäische Zentralbank (EZB) als den Wert definiert, bis zu dem Preisstabilität gewährleistet ist.

Ein starker Anstieg der Teuerung mache eine Zinserhöhung in der Euro-Zone bereits am 31. August wahrscheinlicher, hieß es. Es gebe inzwischen sogar Spekulationen, dass die EZB die Leitzinsen um 50 Basispunkte erhöhen könnte. Der Mindestbietungssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte der EZB liegt derzeit bei 4,25 %.

Ganz leicht positiv habe sich die leichte Verlangsamung der Teuerung in Italien auf die Kurse der Zinsfutures ausgewirkt. Im Juli waren die Verbraucherpreise zum Vormonat um 0,2 % gestiegen. Im Juni hatte der Anstieg bei 0,3 gelegen. Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 2,6 %, nach 2,7 % im Vormonat.

Am Nachmittag können auch die Handelsbilanzdaten in den USA Auswirkungen auf die Euro-Renten haben. Von Reuters befragte Volkswirte gehen davon aus, dass sich das Defizit im Juni auf den Rekordstand von 31,15 Mrd. $ ausgeweitet hat. Als Grund für die Prognose wurde der Anstieg des Preises für importiertes Öl genannt.

Im mittleren Laufzeitbereich gewann der Bobl-Future drei Ticks auf 102,87 Punkte. Im kurzen Laufzeitbereich verbesserte sich der Schatz-Future um vier Ticks auf 101,27 Punkte. Der Euro notierte gegen 09.30 Uhr MESZ mit Kursen um 0,9157/60 $.

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