Euro-Splitter
Von Extrawürsten und Flatterbällen

Der Ehering von Toni Schumacher wurde bei einem Test des offiziellen EM-Balles in Mitleidenschaft gezogen. Ein geplantes "Ausnüchterungszentrum" in Wien wird nun doch nicht gebaut. Die Euro-Splitter vom 5. Juni.

Extrawurst: Die Angestellten der schweizerischen Bundesbahnen müssen während der EM Überstunden schieben. Rund 4 000 Extrazüge werden im Lauf der 23 Turniertage eingesetzt. Doch die Bahn-Chefs wissen offenbar, dass sie für Frust bei den Angestellten sorgen, wenn diese auch die wichtigen EM-Spiele verpassen sollten. "Auf Mitarbeiter, die ein spezielles Spiel sehen wollen, wird Rücksicht genommen", versprach ein Sprecher. Bleibt abzuwarten, ob während der Spiele der Schweizer Nationalelf überhaupt Züge fahren...

Flatterball: Journalisten können doch hart gegen den Ball treten. Dies musste Ex-Nationalspieler Toni Schumacher schmerzhaft erfahren. Der frühere Kölner Keeper testete für das ZDF-Morgenmagazin den von Jens Lehmann kritisierten EM-Ball "Europass" der Firma adidas mit einigen Medienvertretern. Beim letzten Schuss kugelte sich Schumacher den Ringfinger der linken Hand aus. Die Nationalmannschaftsärzte Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt leistete im DFB-Quartier aber sofort erst Hilfe. Allerdings musste erst der Ehering von Schumacher aufgesägt werden.

Kulturkick: Das Wiener Schloss Schönbrunn, einst kaiserliche Sommerresidenz und heute ein Museum, wirbt mit der Chance auf Gratistickets um Fußball-Fans. In Dreierteams wird im Ehrenhof zehn Minuten lang gespielt, die Sieger kommen umsonst in die Ausstellungen. Für die Aktion wird eigens ein Mini-Rasen verlegt. Wer den harten Zweikampf scheut, kann an der Torwand sein Glück versuchen.

Sammelbecken: Die Stadt Wien hat auf die Einrichtung eines "Sammelbeckens" für volltrunkene Fußball-Fans verzichtet. In Sankt Marx sollte ursprünglich für 80 000 Euro ein "Ausnüchterungszentrum" aufgebaut werden, in dem Betrunkene in Ruhe ihren Rausch ausschlafen können. Der Boulevard sprach von so genannten "Kotz-Camps", in denen mit Hochdruckreinigern "ungustiöse Überreste" hätten entfernt werden können.

Regen: Das schlechte Wetter in Österreich mit seinen örtlich teilweise sintflutartigen Regenfällen hat zu ersten Beeinträchtigungen in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft geführt. Sowohl die Polen als auch die Kroaten mussten ihre Trainingsplätze wechseln, weil die vorgesehenen Anlagen unbespielbar waren. Die Organisatoren der EM stehen in ständigem Kontakt mit den Wetterdiensten, um genaue Vorhersagen für die Ausrichterstädte zu erfragen. So werden sie über Gewitter und Hagel sowie Regenerwartungen informiert, eventuell kurzfristig sogar über SMS.

© SID

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