Euro-Stützkäufe werden nicht ausgeschlossen
Euro knapp unter Fernost-Tageshoch

Reuters FRANKFURT. Der Euro hat sich am Freitag im frühen europäischen Frühhandel knapp unter seinen in Fernost erreichten Tageshochs bei 0,8470 $ eingependelt. Händler sprachen angesichts fehlender neuer Impulse von ruhigem Geschäft, wobei die Akteure weiterhin vorsichtig agierten. Man schließe weiterhin die Möglichkeit von Euro-Stützungskäufen durch die Notenbanken der G-7-Staaten nicht aus, wenn auch zwischenzeitlich immer wieder Zweifel an der Bereitschaft der USA zu einem weiteren solchen Eingriff in den Devisenmarkt angezweifelt werde. An den Märkten im Fernen Osten war es jedoch sogar zu lebhaften Käufen gekommen, weil Marktteilnehmer Zentralbank-Interventionen noch vor dem Wochenende befürchteten.

Zur vorsichtigeren Haltung der Investoren trage zudem das am nächsten Dienstag in Montreal beginnende Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs bei, hieß es im Handel.

Eurokurs unbeeindruckt von EZB Pressekonferenz

Bereits am Vortag hatte der Euro kaum mit Kursschwankungen auf aktuelle Entwicklungen reagiert. Sowohl die Pressekonferenz von EZB-Chef Wim Duisenberg, als auch die Veröffentlichung des unerwartet schwachen Ifo-Geschäftsklimaindex hatten die Kursentwicklung kaum beeinflusst.

Gegen 09.20 Uhr MESZ notierte der Euro mit 0,8447/51 nach einem letzten Kurs am Vorabend in New York von 0,8428/33 $. Die US-Valuta wurde mit 108,47/52 (108,15/25) Yen gehandelt.

Händlern zufolge profitierte der Dollar von der offensichtlichen Schieflage eines weiteren japanischen Versicherers. Nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wird Kyoei Life Insurance wahrscheinlich Gläubigerschutz beantragen. Kyoei suche darum nach, seine Geschäfte unter gerichtlicher Aufsicht fortzuführen. Kyoei gab zunächst keine Stellungnahme ab.

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