Euro-Umstellungspanne
Tausende erhielten zu viel Arbeitslosengeld

Wegen einer Panne bei der Euro-Umstellung Anfang des Jahres haben Tausende zu viel Arbeitslosengeld erhalten. In einigen Arbeitsämtern hätten Sachbearbeiter 1:1 von Mark auf Euro umgerechnet, berichtete ein Sprecher der Bundesanstalt für Arbeit (BA) am Freitag.

HB/dpa NÜRNBERG . Bei der Berechnung der Bezüge gaben sie in den auf Euro eingestellten Computer das frühere DM-Mark-Einkommen statt eines entsprechenden Euro-Betrags ein.

Derzeit überprüfe die Bundesanstalt alle 780 000 Bescheide. Allerdings gehe die Behörde davon aus, dass maximal ein Prozent der Neubewilligungen fehlerhaft seien. Die Überprüfung werde wahrscheinlich bis Ende Februar 2003 dauern. Der Fehler betreffe nur Neubewilligungen von Arbeitslosengeld, die all jene Menschen erhalten, die sich neu arbeitslos melden oder ihren Status als Arbeitslose verlängern.

"Wie viel Geld als Folge des Fehlers zu viel ausgezahlt wurde, wissen wir im Moment nicht genau", fügte der Sprecher hinzu. Berichte über einen Betrag von 55 Mill. ? wies er zurück. Eine solche Summe wäre angefallen, wenn alle 780 000 Bescheide fehlerhaft wären.

Die Betroffenen haben nach Angaben der Behörde inzwischen so genannte Aufhebungsbescheide bekommen. Sie seien aufgefordert worden, den zu viel erhaltenen Teil des Arbeitslosengeldes zurückzuzahlen. Aufgefallen sei die Panne schon vor einigen Monaten bei einer Kontrolle des Vorprüfungsamtes der Bundesanstalt.

Bereits Anfang des Jahres hatte eine Euro-Panne der Bundesanstalt für Schlagzeilen gesorgt: Damals hatte ein Computer zwar das Überbrückungsgeld für Existenzgründer in Euro umgerechnet, aber nur in D-Mark überwiesen. Dadurch halbierte sich die finanzielle Leistung an die rund 10 000 Betroffenen. Das Geld wurde nachgezahlt.

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