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Euro verliert weiter an Wert

Der Euro ist am Donnerstag erneut von unerwartet guten US-Konjunkturdaten belastet worden.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die europäische Gemeinschaftswährung verlor im Feiertagshandel weiter an Wert und rutschte am Nachmittag auf 1,1651 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,1655 (Mittwoch: 1,1699) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8580 (0,8548) Euro. Anfang der Woche hatte der Euro noch über der Marke von 1,19 Dollar notiert.

"Mit dem unerwartet deutlichen Anstieg des Index der zehn wichtigsten Wirtschaftsdaten in den USA ist der Euro erneut unter Druck geraten", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass US-Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft blicken. "Das gibt Hoffnung auf ein kräftiges Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten in der zweiten Jahreshälfte", sagte Fritsch.

Allerdings gebe es nach Aussage des Commerzbank-Experten an den Devisenmärkten auch Verwirrung über die Zinsentscheidung der US- Notenbank in der kommenden Woche. Die meisten Experten rechnen mit einer neuen Zinssenkung um 0,25%. Aber einer der renommiertesten Kenner der US-Notenbank, John M. Berry, von der "Washington Post" hatte eine Zinssenkung von 0,5%punkte vorausgesagt. Schon beim vergangenen Zinsschritt der Fed im November 2002 zählte Berry zu den Wenigen, die mit ihrer Voraussage richtig lagen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf unverändert 0,6965 britische Pfund, 138,52 (138,69) japanische Yen und 1,5518 (1,5463) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 356,45 Dollar (361,25) notiert. Der Kilobarren kostete 9850? nach 9890? am Vortag.

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