Euro weiter schwach
Dax vor US-Zinsentscheidung im Plus

Für die nächsten Tage rechnen Händler weiter mit einer Trading Range zwischen 7.200 und 7.400 Punkten. Ein Ausbruch nach oben sei nur zu schaffen, wenn das von der Telekom ausgehende "negative Flair" endlich weg sei. Ohne eine Erholung dieses Dax-Schwergewichts gehe nichts, sagte ein Börsianer. Ein Auslöser für eine nachhaltige positive Entwicklung sei allerdings noch nicht in Sicht.

afp FRANKFURT.Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat am Dienstag im Vorfeld der US-Zinsentscheidung bei ruhigem Handel im Plus notiert. Bis gegen 17.30 Uhr verbesserte sich der Standardwerte-Index gegenüber dem Vortag um 48,93 Zähler oder 0,68 % auf 7.248,27 Punkte. Nach Ansicht von Händlern zeigt diese "Entspannung", dass die Marktteilnehmer nicht mit einer Zinserhöhung rechnen. Sein Hoch hatte der Index am Mittag bei 7.282,21 Punkten, das Tief markierten 7.208,39 Punkte zur Eröffnung.

Der Euro verlor gegenüber dem US-$ weiter an Wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte den Referenzkurs am Mittag bei 0,8972 US-$ fest. Damit kostete der Euro 0,0051 US-$ weniger als zu Wochenbeginn. Gegenüber der D-Mark verteuerte sich die US-Währung damit von 2,1677 auf 2,1799 DM.

Wie Händler in Frankfurt sagten, reflektiere der Stand des Börsenbarometers die Gewissheit, dass es in den USA nicht zu einer Zinsanhebung kommen werde. Man habe "aufgeatmet" und der Handel zeige sich "ausgewogen". Die Werte bewegten sich bei normaler Markttechnik in einer "engen Range". Der Dax-Anstieg bei einem geringen Handelsvolumen zeige zudem den bestehenden Nachholebedarf gegenüber den USA. Gesucht würden vor allem Werte der "old economy".

Gesucht waren bis zum frühen Abend vor allem Preussag, Allianz und Hypovereinsbank. Die Aktien des Tourismuskonzerns legten um 1,15 auf 37,60 Euro zu (+3,16 %). Allianz gewannen 9,31 auf 387,11 Euro (+2,46 %) und die Titel der Münchner Bank kletterten um 1,13 auf 67,80 Euro (+1,69 %). Abgeben mussten Metro, die 0,57 auf 44,57 Euro verloren (-1,26 %), sowie nach Vortagsgewinnen Henkel mit 1,45 auf 72,75 (-1,95 %). Deutsche Telekom setzten ihre Verlustserie fort und gaben 1,03 auf 42,64 Euro ab (-2,36 %). Der Neue Markt tendierte erneut fest. Gegen 18.00 Uhr hatte der Wachstumswerte-Index NEMAX-50 2,53 Zähler auf 5.683,82 Punkte zugelegt. Das Hoch markierten 5.689,68 Zähler, das Tief war bei 5.650,40 Punkten erreicht. Gesucht waren vor allem Pandatel, die 10,90 auf 139,90 Euro zulegten (+8,45 %). Ixos Software gewannen 0,77 auf 16,12 Euro (+5,02 %) und Gauss Interprise kletterten um 0,71 auf 18,00 Euro (+4,11 %). An der Spitze der Verlierer standen Fortunecity.com, die 0,32 auf 4,38 Euro abgaben (-6,81 %). Es folgten United Internet, die um 0,94 auf 17,96 Euro sanken (-4,97 %), und Infor Business, die 0,67 auf 15,90 Euro abgaben (-4,04 %).

Die Nebenwerte zeigten sich uneinheitlich. Während der SDAX bis 18.00 Uhr 9,38 Zähler auf 3.402,77 Punkte abgab, gewann der MDAX 16,20 Zähler auf 4.848,19 Punkte hinzu. Das Hoch hatte der Midcap-Index bei 4.853,28 Punkten erreicht, das Tief markierten 4.810,78 Punkte. Zulegen konnten AMB nach einer Kaufempfehlung um 4,30 auf 88,60 Euro (+5,10 %). Bewag gewannen nach der Ankündigung von Gesprächen mit Southern um 0,60 auf 12,60 Euro (+5,00 %). Altana kletterten um 1,65 auf 38,85 Euro (+4,44 %). An der Spitze der Tagesverlierer standen bis zum frühen Abend Holzmann, die 1,02 auf 20,80 Euro abgaben (-4,67 %). Fielmann verloren 1,70 auf 39,80 Euro (-4,10 %) und Babcock Borsig 2,00 auf 47,00 Euro (-4,08 %).

Die im Euro-STOXX50 zusammengefassten europäischen Standardwerte befanden sich weiter im Minus. Bis gegen 18.30 Uhr gaben sie 4,95 Zähler auf 5.160,49 Punkte ab. Das Hoch war am Vormittag bei 5.201,21 Punkten erreicht, das Tief markierten 5.158,59 Zähler am Abend. An der Spitze der Verlierer standen durchweg Telekommunikationswerte.Telefonica verloren 1,07 auf 21,72 Euro (-4,70 %). Deutsche Telekom gaben 1,77 auf 41,90 Euro ab (-4,05 %) und KPN 1,05 auf 30,20 Euro (-3,36 %). Am meisten zulegen konnte der Handy-Hersteller Nokia, dessen Papiere 1,93 auf 47,92 Euro gewannen (+4,20 %). Sanofi-Synthelab stiegen um 2,3 auf 57,2 Euro (+4,19 %) und Ahold um 1,15 auf 33,74 Euro (+3,53 %).

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