Euro-Wirtschaft entwickelt sich besser als erwartet
Euro-Finanzminister optimistisch zu Wachstum

Die Finanzminister der Euro-Gruppe sind optimistisch, dass die wirtschaftliche Abschwächung in den USA keine starken Auswirkungen auf das Wachstum in der Euro-Zone haben wird.

Reuters BRÜSSEL. Der niederländische Finanzminister Gerrit Zalm sagte vor Beratungen der Minister am Donnerstag in Brüssel, die wirtschaftlichen Bedingungen in der Euro-Zone seien "weiter sehr positiv". Sein finnischer Kollege Sauli Niinistö sagte, er sehe keine Anzeichen für Auswirkungen der US-Entwicklung. Luxemburgs Ministerpräsident und Finanzminister Jean-Claude Juncker sagte, die Wirtschaft der Euro-Zone sei weiter auf gutem Weg. Griechenlands Finanzminister Yannos Papandoniou rechnet mit bis zu drei Prozent Wachstum.

Die gedämpfteren Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft hätten die Euro-Zone nicht beeinträchtigt, sagte Zalm. Juncker sagte, trotz der Erholung des Euros und der starken Wirtschaft in der Euro-Zone dürfe nicht vergessen werden, dass weitere Strukturreformen nötig seien.

Papandoniou sagte, die Wirtschaft in der Euro-Zone entwickele sich besser als in den vergangenen Monaten erwartet. Er rechne für das laufende Jahr mit einem Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone von 2,5 bis drei Prozent. Zur Frage nach den Inflationsaussichten sagte der Minister, die griechische Erfahrung zeige, dass der Ölpreis sinke. Die Auswirkungen der jüngsten Opec-Beschlüsse zur Kürzung der Öl-Fördermenge auf die Ölpreise müsse man zunächst beobachten. Auch Juncker wollte dazu keine Prognose abgeben. Der hohe Ölpreis war der maßgebliche Faktor für die beschleunigte Teuerungsrate in der Euro-Zone im vergangenen Jahr.

Griechenland gehört seit dem 1. Januar 2001 als zwölftes Land der Euro-Zone an. Die in der Euro-Gruppe zusammengeschlossenen Finanzminister treffen wie üblich am Vorabend des Rates der Finanzminister aller 15 Mitgliedsländer der Europäischen Union, dem Ecofin, zusammen, um über die Wirtschaftsentwicklung in der Euro-Zone zu beraten. Am Abend wollte ihr Vorsitzender, der belgische Finanzminister Didier Reynders, über die Beratungen berichten, an denen auch der Präsident der Europäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, teilnahm. Duisenberg wollte sich bei seinem Eintreffen nicht äußern.

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