Eurokurs legte zu
Dax verliert über 100 Punkte

Der Dax hat sich zum Wochenausklang schwächer gezeigt. Unter Druck standen vor allem Siemens, Infineon und Bayer.

adx FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat sich zum Wochenausklang nach ruhigem Handelsverlauf schwächer gezeigt. Am Freitagabend notierte der Index mit einem Minus von 112,03 Punkten bei 7 261,31 Zählern. Das Tageshoch lag am Morgen bei 7 383,88 Punkten, während der Tiefstand mit 7 248,94 Zählern erreicht war.

Der Eurokurs legte zu. Nachdem die europäische Währung am Vortag mit 0,8676 $ ihren bisherigen Tiefstand erreicht hatte, stellte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs am Freitagmittag bei 0,8735 $ fest. Dies waren 0,0059 $ mehr als am Donnerstag. Im Vergleich zur D-Mark verbilligte sich die US-Währung von 2,2543 DM auf 2,2390 DM.

Als "weitgehend ereignislos" bezeichnete ein Händler das Geschehen. Auch die neue Vereinbarung zwischen DaimlerChrysler und Mitsubishi Motors habe den Markt nicht beeindruckt, hieß es auf ADX-Anfrage. Bei fehlenden Impulsen aus dem Inland habe die Börse auf die US-Eröffnung gewartet. Der schwache Handelsbeginn an der Wall Street verstärkte entsprechend die Verluste an der deutschen Börse.

Unter Druck standen Siemens , die 8,27 auf 176,40 Euro verloren (-4,48 %). Infineon büßten 2,39 auf 68,50 Euro (-3,37 %) ein und Bayer 1,65 auf 44,25 Euro (-3,59 %). Neben dem anhaltend hohen Ölpreis wirke sich noch immer die Gewinnwarnung des US-Unternehmens DuPont negativ auf Werte der Chemiebranche aus, sagte ein Händler.

Gegen den Trend verbesserten sich ThyssenKrupp um 0,20 auf 17,50 Euro (+1,16 %). Ein Börsianer erklärte den Kursgewinn mit technischen Gründen. An Tagen ohne fundamentale Impulse rückten "ausgebombte" Werte tendenziell stärker ins Blickfeld der Investoren. Deutsche Bank verbesserten sich um 0,89 auf 97,59 Euro (+1,16 %) und Henkel um 0,64 auf 72,25 Euro (+0,89 %).

Der Neue Markt tendierte am Freitag leichter. Angesichts der schwachen Nasdaq habe sich der NEMAX-50 mit einem Minus von 31,56 Punkten auf 6 251,45 Zähler jedoch "respektabel gehalten", sagte ein Händler. Die Nebenwerte zeigten sich uneinheitlich. Der MDax legte bis 17.50 Uhr 1,33 auf 4 947,54 Punkte zu, während der SDax 17,14 auf 3 448,86 Zähler einbüßte. Kursgewinne verbuchten vor allem Hugo Boss , die sich um 13,70 auf 233,70 Euro (+6,23 %) verteuerten. ProSieben verloren 6,52 auf 166,98 Euro (-3,76 %). Die Blue-Chips der Euroregion verloren deutlich. Der Euro-STOXX 50 büßte bis 18.00 Uhr 99,76 auf 5 229,30 Punkte ein.

Die Kurse am deutschen Aktienmarkt werden sich nach Einschätzung von Händlern in der kommenden Woche voraussichtlich seitwärts bewegen. "Wichtige Termine, die die Kurse bewegen könnten, sind Mangelware", sagte ein Börsianer auf ADX-Anfrage. Das Opec-Treffen am Dienstag werde "wenn überhaupt" nur kurz für Impulse sorgen. Der Markt rechne mit einer Produktionssteigerung. Lediglich eine unveränderte Fördermenge könne daher für eine - unangenehme - Überraschung sorgen. Wichtiger sei die weitere Entwicklung an der Nasdaq. Sollte der Index der Technologiebörse unter die "psychologisch wichtige Marke von 4 000 Zählern rutschen, drohe den deutschen "High-Techs" ein deutlicher Kursverfall, hieß es.

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