Eurokurs unter 0,91 Dollar
Liquiditätsspritze beruhigt Devisenmarkt

Die Ankündigung der führenden Notenbanken, die Funktionsfähigkeit des internationalen Finanzsystems nach den Anschlägen in den USA durch Liquiditätsspritzen sicher zu stellen, hat wieder Ruhe an die Devisenmärkte gebracht.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der Kurs des Euro sank am Mittwochvormittag unter die Marke von 0,91 $. Gegen 11.30 Uhr kostete der Euro 0,9063 $. Ein Dollar war damit 2,1586 DM wert. In Asien waren im frühen Handel noch 0,9143 $ bezahlt worden.

Der Euro hatte nach den Terrorangriffen auf die USA am Dienstag zum Dollar um rund zwei US-Cent zugelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs am Dienstag noch auf 0,8964 (Montag: 0,9047) US-Dollar festgesetzt.

"Der Handel verläuft normal, allerdings zurückhaltend", sagte ein Düsseldorfer Devisenhändler. Die Liquiditätsbereitstellung durch die japanische und die europäische Notenbank habe Ruhe in den Markt gebracht, fügte er hinzu. Allerdings sei die Verunsicherung immer noch groß. Nach Ansicht von Devisenanalyst Stefan Klomfass von Helaba Trust Investment Consulting hätten sich durch die schrecklichen Anschläge die Risiken für die US-Konjunktur erhöht. Klomfass erwartet, dass der Konsum sich abschwächt. Damit sei eine wichtige Konjunkturstütze bedroht, fügte er hinzu. "Auch die Risiken für die Weltwirtschaft nehmen zu", sagte Klomfass. Weitere Probleme beim Dollar hält er für möglich.

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