Eurolandsgemeinschaftswährung gibt zum Vortag deutlich nach
Euro-Renten nach Wachstumsdaten in engen Spannen uneinheitlich

rtr FRANKFURT. Die richtungweisenden europäischen Zinsfutures haben am Donnerstag unbeeindruckt deutscher BIP-Zahlen und weiterer Preisdaten aus deutschen Bundesländern in engen Kursspannen uneinheitlich tendiert. Händler beschrieben das Geschäft als umsatzarm und lustlos. Das Interesse konzentriere sich anstelle von Konjunkturdaten verstärkt auf die festeren Aktienmärkte und den schwächeren Euro. "Der Handel verläuft ruhig. Der Schlüssel liegt heute beim Euro und den Aktienmärkten," sagte Nathalie Filet vom Finanzkonzern Paribas in London.

Der Bund-Future notierte gegen 14.10 Uhr MESZ mit vier Ticks im Plus bei 108,78 Punkten. Der Bobl-Future verlor vier Stellen auf 106,98 Zähler. Am kurzen Ende gab der Schatz-Future zwei Ticks auf 103,39 Punkte ab. Die zehnjährige Bundesanleihe Juli 2011 notierte zur Kasse mit 101,18 nach 101,14 % am Vortag. Gegen 14.00 Uhr MESZ wurde das Papier bei 101,20 % gehandelt und rentierte mit 4,839 %.

Bis zum frühen Nachmittag gewann der Dax 16,81 auf 5 237,02 Zähler. Der Euro notierte nach Gewinnmitnahmen mit 0,9105/10 Dollar deutlich unter seinem am Vortag markierten Fünf-Monatshoch bei 0,9239 Dollar. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stagnierte im Quartalsvergleich saison- und kalenderbereinigt, nach einem Wachstum von 0,4 % im ersten Quartal, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Jahresvergleich wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,6 (Vorquartal: revidiert 1,4 von 1,6) Prozent.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) sieht trotz anhaltender Risiken im Jahresverlauf 2001 Chancen für eine Konjunkturbelebung. Diese Einschätzung teilten auch einige Analysten und nannten den Anstieg beim Privaten Verbrauch bemerkenswert. Das IWH nahm hingegen seine Wachstumsprognose für 2001 auf weniger als 1,5 von zuvor 1,7 % zurück. 41 von 55 befragten Analysten gehen einer Reuters-Umfrage zufolge davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrem Ratstreffen am 30. August die Leitzinsen senken wird. Dafür sprechen nach ihrer Einschätzung auch erste Inflationsdaten für August aus fünf Bundesländern, die auf auf einen gedämpften Preisauftrieb hinweisen. In Bayern, Brandenburg, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen sanken die Verbraucherpreise zum Vormonat.

Neue Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft erhoffen sich die Anleger Händlern zufolge aus den um 14.30 Uhr MESZ anstehenden US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 18. August. Analysten erwarten im Durchschnitt einen Anstieg auf 389 000 von 380 000 Anträgen in der Vorwoche.

Die börsennotierten Bundesanleihen tendierten am Donnerstag im Kassa-Vergleich zumeist schwächer. 18 der gehandelten Papiere festigten sich um bis zu 0,210 %punkte, während 60 Papiere bis zu 0,145 %punkte verloren. Die Bundesbank kaufte in Frankfurt zum Marktausgleich Anleihen im Volumen von 193,7 (Vortageskäufe 329,3) Mill. ?. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen stieg auf 4,71 (4,70) Prozent. Der Rex-Rentenindex verlor 0,01 % auf 113,2591 Zähler.

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