Europa in der NATO
Scharping: "Militärische Schwächen überwinden"

Die europäischen NATO-Staaten müssen nach Ansicht von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) schnell und vor allem gemeinsam ihre militärischen Schwächen überwinden.

dpa BERLIN. "Die NATO muss schneller Fähigkeiten erwerben, um gemeinsame Sicherheit gewährleisten zu können", sagte Scharping am Freitag im Deutschlandfunk.

Dies gelte natürlich auch für Deutschland "und deshalb haben wir im Herbst des letzten Jahres die Mittel für innere und äußere Sicherheit erhöht", sagte Scharping. Zukünftige Sicherheitskonzepte seien aber nur im europäischen Kontext denkbar: "Wir schützen unsere Bevölkerung besser, wenn wir in Europa noch enger zusammenarbeiten."

Gleichzeitig wies der Verteidigungsminister amerikanische Kritik zurück, Europa gebe insgesamt zu wenig Geld für seine Streitkräfte aus. "Ich rate davon ab, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wir unterhalten keine Atom-Streitkräfte und wollen das auch nicht. Wir unterhalten keine Flugzeugträger und wollen das auch nicht", sagte Scharping. Vergleiche der Ausgaben im militärischen Bereich sollten sich auf die Investitionen und Fähigkeiten beschränken.

Die NATO will bei der Überwindung ihrer militärischen Schwächen stärker aufs Tempo drücken. Angesichts neuer Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus soll bis zum nächsten Gipfeltreffen im November in Prag dafür ein konkretes Programm entwickelt werden, hieß es am Donnerstag in Brüssel am Rande der Frühjahrstagung der 19 NATO - Verteidigungsminister.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%