„Europa kriegt eine Laus in den Pelz"
Christdemokraten liegen in Niederlanden vorn

In den Niederlanden sind die Christdemokraten (CDA) bei der Europawahl am Donnerstag trotz Verlusten stärkste Kraft geblieben. Mit 24,5 Prozent der abgegebenen Stimmen rangierten sie knapp vor der sozialdemokratischen Partei der Arbeit (PvdA), die auf 23,6 Prozent kam.

HB DEN HAAG. Dies meldete das niederländische Fernsehen noch in der Wahlnacht. Mit 39,1 Prozent lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als vor fünf Jahren (1999: 30 Prozent). Wegen der Veröffentlichung der Wahlergebnisse noch vor dem Beginn der Europawahlen in anderen Ländern drohte ein Sprecher der EU- Kommission der niederländischen Regierung mit einer Klage. Den Haag erklärt jedoch, im Einklang mit den eigenen Gesetzen gehandelt und nicht gegen europäische Regeln verstoßen zu haben.

Nach den vom Fernsehen veröffentlichten inoffiziellen Ergebnissen aus den niederländischen Gemeinden haben die beiden großen Parteien je sieben der 27 niederländischen Mandate erobert. Erste Prognosen auf der Basis von Wählerumfragen hatten noch einen klaren Erfolg für die Sozialdemokraten in Aussicht gestellt. Sie waren jedoch durch die Auszählungen nicht bestätigt worden. Die Rechtsliberalen (VVD) kamen nach klaren Einbußen im Vergleich zur vorigen Wahl auf vier Mandate.

Die größte Überraschung der Wahl bildete der Gewinn von zwei Mandaten für die neue Partei Europa Transparent des früheren europäischen Spitzenbeamten Paul van Buitenen. "Europa kriegt eine Laus in den Pelz", kommentierte das "Algemeen Dagblad" am Freitag den auf Anhieb erreichten Erfolg für den selbst ernannten "Kämpfer gegen Betrug und Schlamperei" in Europa. Je zwei Sitze eroberten auch Grüne, Sozialisten und eine religiöse Gruppierung. Die Linksliberalen (D66) kamen auf ein Mandat. Insgesamt hatten sich 15 Parteien zur Wahl gestellt. Das offizielle Endergebnis soll am nächsten Dienstag festgestellt werden.

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