Europachef Julian Horn-Smith sieht Übernahme als Erfolg
Vodafone plant Ausbau in Düsseldorf

dri LONDON. Vodafone plant nach den Worten von Europa-Chef Julian Horn-Smith weiterhin den Aufbau einer zweiten Konzernzentrale neben der im britischen Newbury in Düsseldorf. Alle drei Gebäude der einstigen Mannesmann-Holding habe der Konzern deshalb behalten. Die Mannesmann-Tochter Telecommerce mit 1200 Mitarbeitern sei bereits in ein Profit-Center umgewandelt. Zu den Tätigkeitsgebieten IT-Services und dem Autoleitsystem Passo würden dort neue Services entwickelt, die alle in der gesamten Vodafone-Gruppe zum Einsatz kommen sollen. Auch die europäischen und weltweiten Produkte sollen von Düsseldorf aus von Horn-Smiths Stellvertreter Thomas Geitner, dem früheren Otelo-Chef, gemanagt werden. Details wollen Horn-Smith und Geitner allerdings erst in der ersten Dezemberwoche bekannt geben.

Wie beide Manager am Rande der Halbjahres-Pressekonferenz gegenüber dem Handelsblatt sagten, gelte weiterhin der Plan, die Festnetztochter Arcor mehrheitlich zu behalten und einen Minderheitsanteil möglichst bis März 2001 an die Börse zu bringen. "Arcor ist nicht Infostrada", sagte Horn-Smith. Zwischen D2 und Arcor gebe es Synergien, wie das gemeinsame Glasfasernetz und die gegenseitige Vermarktung von Produkten, außerdem betreibe Arcor das Mobilfunknetz der Deutschen Bahn. In Italien hätten Omnitel und Infostrada hingegen mehr gegeneinander als zusammen gearbeitet. So hätten sie teilweise parallele Netze aufgebaut. Laut Geitner ist das Ziel des Arcor-Börsenganges, eine Akquisitionswährung für Arcor zu schaffen, damit das Unternehmen in der bevorstehenden Konsolidierungsphase des deutschen Festnetzmarktes eigenständig handlungsfähig sei. Soweit es nach Vodafone geht, sollen die Einnahmen aus dem Börsengang größtenteils Arcor zufließen. Allerdings hätten die Minderheitsgesellschafter Bahn und Deutsche Bank darüber mit zu entscheiden.

Die Übernahme von Mannesmann sieht Horn-Smith als Erfolg. Bei der Auflösung des Mannesmann-Konzerns sei kein einziger Arbeitsplatz verloren gegangen.

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