Europäische Automobilzulieferer
Solide Finanzausstattung lässt überleben

Europäische Automobilzulieferer, die ein solides Finanzprofil aufweisen und durch wertschöpfende Produkte einen stabilen Cash-Flow generieren, sind nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) gut positioniert, um die derzeitige Branchensituation zu meistern.

 

vwd LONDON. Starke Anbieter wie beispielsweise die Robert Bosch GmbH und die Cie Generale des Etablissements Michelin SCA würden sich zudem zunehmend weiteren Preissenkungen entgegenstellen, heißt es im Branchenüberblick der Ratingagentur am Donnerstag. Die Preisdisziplin werde zu verbesserten Betriebsmargen und damit zu einer höheren Bonität führen. Umgekehrt sei der Ausblick für höher verschuldete Zulieferer negativ.

Insgesamt konzentriert sich die Branche nach der Beobachtung von S&P in diesem Jahr auf interne Aktivitäten, um die finanzielle Lage zu verbessern. So könne der operative Cash-Flow durch effektives Management des Betriebsvermögens erhöht werden. Überdies sind die Zulieferer, zu denen auch die Softwareanbieter gehören, laut S&P dabei, sich mit weniger preissensiblen Lösungen von Konkurrenten abzugrenzen.

Zu den Unternehmen, die sich durch Innovationen abheben, zählten Bosch, Autoliv AB und Continental AG. Infolge des Drucks auf die Zulieferer, kontinuierlich Kosten zu senken, hätten sich außerdem diejenigen Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschafft, die die Kostenführerschaft innehaben, und deren Gewinnschwelle auf niedrigem Niveau liegt.

Allerdings habe die Mehrzahl der Zulieferer mehr oder weniger aggressive Sparmaßnahmen eingeleitet und flexible Arbeitsvereinbarungen getroffen. Zudem zeige sich eine steigende Tendenz zur Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden und verlustbringenden Bereichen. Die erfolgreiche Umstrukturierung habe wiederum starken Einfluß auf die Kreditqualität. Insbesondere gelte dies für Zulieferer, die nur begrenzten Zugang zu zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten haben.

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