EUROPÄISCHE BÖRSEN IM BLICK
Eurolands Börsen wurden von US-Vorgaben belastet

Der am Nachmittag veröffentlichte NAPM-Konjunkturindex habe auf eine unerwartet starke Abschwächung des US-Wirtschaftwachstums hingedeutet. Dies belaste auch europäische Börsen, hieß es bei Händlern.

FRANKFURT. Die europäischen Börsen haben von den US-Vorgaben belastet mehrheitlich schwächer tendiert. Die US-Börsen waren am ersten Handelstag des neuen Jahres unter Druck geraten, wobei insbesondere die Technologiewerte deutliche Verluste verzeichneten. Der am Nachmittag veröffentlichte NAPM-Konjunkturindex habe auf eine unerwartet starke Abschwächung des US-Wirtschaftwachstums hingedeutet. Dies belaste auch die europäischen Börsen, hieß es bei Händlern.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 1,26 % auf 4 499,72 Punkte, der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) gab um 1,39 % auf 4 706,27 Punkte nach.



London: FTSE schwächer

Der FTSE gab seine im frühen Handelsverlauf erzielten Gewinne wieder ab und schloss um 0,77 % schwächer bei 6 174,7 Punkten. Viele Anleger seien über die weitere Entwicklung der US-Konjunktur besorgt und dies trage zu einer nervösen Stimmung bei, sagten Händler. Die Aktien des Schwergewichts Vodafone verloren 1,63 % auf 246 Pence. British Telecom zeigten sich unverändert bei rund 572 Pence. Die Öl-Werte konnten dagegen zulegen.



Börse Zürich noch geschlossen

Die Schweizer Börse blieb am Dienstag feiertagsbedingt geschlossen.



Auch Pariser Aktienmarkt von US-Vorgaben belastet

In Paris zeigte sich die Börse von den US-Vorgaben belastet und schloss um 2,15 % tiefer bei 5798,90 Punkten. "In den letzten Jahren ist es selten vorgekommen, das neue Jahr in negativem Terrain zu beginnen. Das ist ein sehr schlechtes Zeichen", sagte ein Fondsmanager. Viele Investoren, die auf eine Kehrtwende im neuen Jahr gehofft hätten, seien aus dem Markt gegangen. Zu den wenigen Gewinnern gehörten die Aktien der Einzelhandelskette Carrefour, die um 0,82 % auf 67,45 Euro zulegten. Technologiewerte wie STMicroelectronics oder France Telecom mussten jedoch kräftige Kursverluste hinnehmen. Die Aktien verbilligten sich um 8,41 % auf 42,59 Euro beziehungsweise um 5,11 % auf 87,25 Euro.



Mailand: Mib30 schließt auf Tagestief

Die italienischen Aktienwerte haben ihre frühen Gewinne wieder abgegeben und um 1,86 % schwächer bei 42 906 Punkten geschlossen. Der Börsenriese Olivetti verlor am ersten Handelstag nach der Fusion mit Tecnost 3,1 % auf 2,46 Euro.

Madrid: Höhere Verluste von Fusionsspekulationen abgefangen

An der Madrider Börse fiel der Ibex um 0,32 % auf 9080,2 Punkte. Höhere Verluste auf Grund von Sorgen über eine Abschwächung der US-Konjunktur seien durch Kursgewinne bei den Versorgern Endesa und Iberdrola aufgefangen worden, sagten Händler. Gerüchte über ein mögliches Scheitern der Fusion der beiden Unternehmen hätten die Aktienkurse beflügelt. Endesa stiegen um 4,3 % auf 18,68 Euro und Iberdrola um 3,58 % auf 13,59 Euro.

Technologiewerte belasten die Amsterdamer Börse

Die niederländischen Aktienwerte präsentierten sich von Verlusten bei Technologiewerten belastet schwächer. Der AEX verlor 0,54 % auf 634,16 Punkte. Es gebe, wie bereits in den vergangenen Wochen, Bedenken, in Technologiewerte zu investieren, sagten Händler. Unter Druck standen ASM Lithography. Das Unternehmen hatte am Freitag für die Übernahme von Silicon Valley Group die Ausgabe neuer Aktien angekündigt. Die Aktien gaben um 9,4 % auf 21,91 Euro nach. KPN erholten sich nach den Tiefstständen der vergangenen Woche dagegen und gewannen 3,2 % auf 12,65 Euro.



Wien: Telekom-Werte fester, ATX tiefer

Gegen den Trend konnten an der Wiener Börse die Telekom-Werte zulegen, der ATX schloss jedoch um 3,71 % schwächer bei 1069,59 Punkten. Telekom Austria (TA) erholten sich nach den Verlusten der vergangenen Wochen bei hohen Umsätzen etwas. Die Aktien legten um 3,83 % auf 6,23 Euro zu. Überdurchschnittlich legten CyberTron zu, die sich um 10,42 % auf 5,30 Euro verteuerten. Die Entwicklung der nächsten Tage werde in erster Linie von den Vorgaben abhängen, hieß es bei Marktteilnehmern. Impulse von Unternehmensnachrichten würden keine erwartet.



Brüssel: Von Fortis unterstützt

In Brüssel stützten Kursgewinne bei Schwergewicht Fortis den Markt. Der Bel20 schloss mit 0,20 % im Plus bei 3030,42 Punkten. Fortis befestigten sich um 1,73 % auf 35,20 Euro. Interbrew legten in Erwartung der Zustimmung der britischen Wettbewerbsbehörden zur Übernahme der Bier-Aktivitäten der britischen Bass Plc um 1,02 % auf 37,50 Euro zu.



Stockholm: Ericsson und Nokia belasten

An der Stockholmer Börse haben die Schwergewichte Ericsson und Nokia im Zuge der US-Vorgaben ins Minus gedreht und den Gesamtmarkt belastet, sagten Händler. Die Aktien fielen um drei skr auf 104,50 skr beziehungsweise um 14,50 skr auf 400,50 skr. Der OMX schloss um 1,37 % schwächer bei 1041,66 Zählern.

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