Europäische Börsen im Blick
Kursgewinne auf breiter Front

Europas Aktienmärkte haben am Mittwoch ausnahmslos fester geschlossen. Der DJ Stoxx50-Index gewann 1,5 Prozent auf 2309 Punkte. Für Auftrieb habe der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex gesorgt, der im September im Rahmen der Erwartungen nachgegeben und damit nicht enttäuscht hatte.

Reuters FRANKFURT. Allerdings seien die Börsen wegen den anhaltenden Ängste vor einem Krieg im Irak und Sorgen um die weltweite Konjunktur nach wie vor nervös, hiess es. "Ob die Aufwärtstendenz anhalten wird, ist mehr als fraglich," sagte ein Analyst. In der Gunst der Anleger standen die jüngst arg geprügelten Banken, Versicherer und Technologiewerte. ABN Amro verbesserten sich um über fünf Prozent. Axa kletterten um 3,4 Prozent. Die Papiere des Halbleiterausrüsters ASML schnellten gar um über elf Prozent nach oben. Zuvor hatte das Unternehmen den Ausblick für das zweite Halbjahr bekräftigt. Gesucht waren auch die Titel des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca, die nach positiven Nachrichten zu dessen Krebsmittel Iressa und die Höherstufung durch zwei Investmentbanken über fünf Prozent vorrückten.

LONDON - Der Londoner FTSE 100-Index stieg um 0,7 Prozent auf 3696 Zähler. Marktbeobachter sprachen von einem volatilen Handel. Der Markt hatte zunächst Auftrieb vom deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex erhalten, der im September im Rahmen der Erwartungen nachgegeben und damit nicht enttäuscht hatte. Positiv wirkte sich auch die Bekräftigung des Ergebnisausblicks durch den US-Konzern General Electric aus. Allerdings bremsten Verlsute bei den schwer gewichteten Telekom - und Ölwerten den Markt. In der Gunst der Anleger standen die jüngst arg gebeutelten Bankwerte. Barclays und Lloyds kletterten jeweils über drei Prozent. Händler verwiesen auf die Einschätzung von Merrill Lynch, dass beide Werte das Potenzial für einen Anstieg um über 30 Prozent hätten. Gesucht waren auch AstraZeneca, die nach positiven Nachrichten zum Krebsmittel Iressa und die Höherstufung durch zwei Investmentbanken über fünf Prozent vorrückten.

ZÜRICH - Die Schweizer Aktien schlossen unter den Tageshochs fester. Der SMI-Index schloss um 1,7 Prozent höher mit 4645 Punkten. Händler sagten, die Kursbewegungen seien rein technisch und keinesfalls fundamental zu begründen. Werte, die in jüngster Zeit stark unter Druck gewesen seien, hätten kräftige Gegenbewegung gesehen. Dazu zählten vor allem die Finanzwerte und hier wieder die Versicherungen. Zu den Gewinnern gehörten Swiss Re, Rentenanstalt, Zurich und Converium. Aber auch Banken wie Julius Bär, CS Group oder UBS zogen an.

PARIS - An der Pariser Börse gewann der CAC 40-Index 1,6 Prozent auf 2785 Zähler und beendete damit eine neuntägige Verlustserie. Laut Händlern wurde die Aufwärtstendenz allerdings von zeitweise schwächer tendierenden US-Börsen und der Enttäuschung der Anleger über die wenig transparente Mitteilung von Vivendi Universal über den Verkauf von Beteiligungen gebremst. Vivendi legten dennoch zwei Prozent zu. Als Zugpferd erwiesen sich Alcatel, die 11,4 Prozent nach oben schnellten. Der Telekomausrüster gab bekannt, dass er seine Beteiligung an Thales an institutionelle Anleger verkauft hat, um damit den jüngsten Restrukturierungsplan zu finanzieren.

FRANKFURT - Der Dax-Index der Börse Frankfurt notierte 1,7 Prozent fester bei 2922 Punkten. Händler erklärten, nach der Bekanntgabe schwacher US-Konjunkturdaten und der Senkung von Konjunkturprognosen durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) habe der Markt anfängliche Gewinne teilweise wieder abgegeben. Im Fokus der Anleger standen Allianzdie zwei Prozent zulegten. Händler führten den überraschenden Führungswechsel bei der Investmenttochter Dresdner Kleinwort Wasserstein, ins Feld. Gesucht waren auch Deutsche Telekom, die vier Prozent vorrückten.

BENELUX - Die Benelux-Börsen schlossen ebenfalls freundlich. Der Amsterdamer AEX-Index gewann 2,1 Prozent auf 300 Zähler und der Brüsseler Bel20-Index kletterte um 2,8 Prozent auf 1889 Punkte. Marktteilnehmer sprachen angesichts der jüngsten Verluste mehrheitlich von einer technischen Reaktionen. Die Titel von Halbleiterausrüster ASML, die schnellten 11,4 Prozent in die Höhe. Zuvor hatte das Unternehmen seien Ausblick für das zweite Halbjahr bekräftigt. Philips kletterten um sieben Prozent. Gesucht waren auch ABN Amro, die fünf Prozent zulegten.

MAILAND - An der Mailänder Börse stieg der Mib30-Index um 1,4 Prozent auf 21.967 Punkte. Angeführt wurde die Erholung von den Titeln des Erdölkonzerns Eni und dem Versorgerwert Enel, die 2,1 und 1,3 Prozent vorrückten. Unter Druck standen dagegen Bankwerte. Die Aktien der beiden fusionswilligen Institute Banca Nazionale del Lavoro und Monte dei Paschi di Siena büssten 4,6 und 3,8 Prozent ein.

MADRID - Der Ibex 35-Index der Madrider Börse schloss um 1,1 Prozent fester mit 5447 Punkten. Als Kurstreiber erwiesen sich die Aktien des Energieversorgers Endesa, die 3,2 Prozent zulegten. Händler erklärten, die Bestätigung der Dividende für 2002 habe die Investoren freundlich gestimmt. Gesucht waren auch die Titel des Erdölkonzerns Repsol YPF, die vier Prozent kletterten. Telefonica gewannen ein Prozent.

SKANDINAVIEN - Der DJ StoxxNordic-Index der skandinavischen Börsen legte 1,7 Prozent auf 215 Zähler zu. Im Fokus der Anleger standen die Titel des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca, die über fünf Prozent kletterten. Händler erklärten das mit den positiven Nachrichten über das neue Krebsmittel Iressa und die Höherstufung des Wertes durch eine Reihe von Investmentbanken. Bei den schwer gewichteten Telekomausrüstern machten sich gegenläufige Tendenz bemerkbar. Während Ericsson 2,8 Prozent nachgaben, gewannen Nokia 6,2 Prozent.

WIEN - In Wien schloss der ATX-Index um 1,2 Prozent fester mit 1062 Punkten. Indexschwergewicht Erste Bank, rückten drei Prozent vor, nachdem ING die Analyse des Institutes mit "buy" aufgenommen hat. Voest-Alpine stiegen um 8,2 Prozent.

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