EUROPÄISCHE BÖRSEN IM BLICK
Mehrheitlich schwächere Schlusskurse

Die Aktienwerte an den europäischen Börsen haben am Dienstag mehrheitlich schwächer geschlossen. Ausschlag gebend waren nach Händlerangaben die Unternehmensnachrichten aus den USA.

Verschiedene US-Unternehmen hatten zwar am Vorabend über den Analystenerwartungen liegende Quartalszahlen bekannt gegeben, allerdings mit ihren Geschäftsausblicken die Anleger enttäuscht. Zudem hatte der US-Telekomausrüster Lucent am Dienstagmittag (MESZ) bekannt gegeben, einen Verlust in Milliarden-Höhe auszuweisen. Diese Nachricht sorgte für zusätzlichen Druck auf die Technologiewerte an den europäischen Handelsplätzen.

Die US-Börsen lagen am frühen Abend (MESZ) ebenfalls im Minus. Der Technologieindex Nasdaq verlor 1,2 Prozent auf 1 964 Zähler, der Industriewerteindex Dow Jones fiel um 1,2 Prozent auf 10 295 Punkte.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz lag zur selben Zeit mit 1,7 Prozent im Minus auf 3 760 Punkten, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) notierte um 1,2 Prozent schwächer bei 3 930 Zählern.

LONDON - Von Invensys-Gewinnwarnung belastet

Überschattet von einer Gewinnwarung des Elektronikkonzerns Invensys hat die Londoner Börse mit Kursabschlägen geschlossen. Der FTSE-Index fiel um 1,6 Prozent auf 5 320 Punkte. "Der Markt ist von der Invensys-Gewinnwarnung getroffen", sagte ein Händler. Die Papiere von Invensys verloren knapp 15 Prozent. Invensys hatte bekannt gegeben, dass der Betriebsgewinn etwa 20 Prozent unter den Erwartungen des Marktes liegen und der Stellenabbau ausgeweitet werde. Die Aktien des Indexschwergewichts Vodafone gaben nach Kursgewinnen am Vortag mehr als drei Prozent ab. Auch die Ölwerte gaben nach. BP-Papiere fielen um 2,5 Prozent, Shell-Titel büßten 2,2 Prozent ein.

ZÜRICH - ABB im Fokus

Die Aktien an der Schweizer Börse haben unter Einfluss der negativen Quartalszahlen von ABB schwächer geschlossen. Der SMI-Index verlor 2,2 Prozent auf 6 772 Punkte. "ABB sind sehr schlecht aufgenommen worden", sagte ein Händler. Der Elektrotechnikkonzern hatte einen Gewinneinbruch von 40 Prozent sowie den Abbau von 12 000 Arbeitsplätzen in den nächsten 18 Monaten bekannt gegeben. ABB-Aktien schlossen mit einem Abschlag von mehr als 18 Prozent bei 19,25 sfr und markierten damit ein neues Jahrestief.

PARIS - Im Minus - Alcatel unter Druck

Die Aktien an der Pariser Börse haben im späten Handelsverlauf nachgegeben. Der CAC-40-Index schloss mit einem Verlust von 1,2 Prozent bei 4 855 Zählern. Insbesondere die Aktien von Alcatel gerieten nach den Unternehmensnachrichten von Lucent unter Druck. Die Titel schlossen mit einem Abschlag von 3,5 Prozent auf 17,69 Euro. Anleger zeigten sich besorgt, das französische Unternehmen könne am Donnerstag ebenfalls ein enttäuschendes Ergebnis bekannt geben.

MAILAND - MIB30-Index mit leichten Verlusten

Die Mailänder Börse hat den Handelstag mit leichten Verlusten beendet. Der MIB30-Index verbuchte bei Handelsschluss ein Minus von 0,23 Prozent auf 35 881 Zähler. Die Aktien des Energiekonzerns AEM verloren um 2,7 Prozent auf 2,10 Euro. Händler führten die Kursbewegung auf Analystenaussagen zurück, AEM könne durch die Aktien des Luxusgüterherstellers Bulgari im MIB30 ersetzt werden.

MADRID - Kaum verändert

Die Standardwerte an der Börse in Madrid haben den Handel kaum verändert zu ihren Vortagesschlusskursen beendet. Der Ibex-Index schloss bei 8 373 Punkten nach einem Vortagesschlusstand bei 8 378 Zählern. Im Vorfeld weiterer Unternehmensnachrichten in dieser Woche sei eine deutliche Zurückhaltung der Anleger zu spüren, sagte ein Händler. Die Aktien von Banco Santander, deren Bilanzdaten am Mittwoch erwartet werden, gaben um rund ein Prozent ab. Morgan Stanley hatte die Bank am Vortag von "outperform" auf "neutral" heruntergestuft. Telefonica-Papiere verloren rund 0,7 Prozent.

AMSTERDAM - Schließt im Minus

Die Amsterdamer Börse hat zuvor verbuchte Kursgewinne abgegeben und schwächer geschlossen. Der AEX-Index fiel um 0,6 Prozent auf 536,42 Zähler. Anleger hätten sich im Vorfeld weiterer Unternehmensnachrichten in dieser Woche weitgehend zurückgehalten, sagten Händler. Insbesondere Telekom - und Technologietitel gerieten unter Druck. KPN Telecom büßten 3,5 Prozent auf 4,91 Euro ein, UPC verloren 3,3 Prozent auf 1,46 Euro und Versatel verbilligten sich um fünf Prozent auf 1,71 Euro.

WIEN - Bei leichtem Umsatz schwächer

Die Wiener Börse hat bei leichten Umsätzen schwächer geschlossen. Der ATX-Index gab um 0,2 Prozent auf 1 243 Zähler nach. Im Mittelpunkt standen die Titel der österreichischen Elektrizitätswirtschafts AG Verbund. Trotz Händlerangaben zufolge stabiler Quartalszahlen gaben Verbund-Aktien rund 0,3 Prozent auf 108,19 Euro nach. "Die Zahlen waren recht positiv, aber es wird vom Markt nicht honoriert", sagte eine Händlerin.

BRÜSSEL - Knapp behauptet

Die Brüssler Börse hat knapp behauptet geschlossen. Der Leitindex Bel-20 verbuchte ein Minus von 0,3 Prozent auf 2 944 Punkte. Im Fokus standen die Aktien der belgischen Brauerei Interbrew, die einem Zeitungsbericht zufolge für die Übernahme der deutschen Brauerei Becks bis zu 3,2 Milliarden Mark bezahlen will. Die Papiere von Interbrew schlossen um mehr als vier Prozent schwächer bei 30,50 Euro. Investoren hätten Angst, Interbrew werde einen zu hohen Preis für die deutsche Brauerei zahlen, sagte ein Händler zur Begründung der Kursverluste.

STOCKHOLM - Mit dem europäischen Trend schwächer

Dem Trend an den europäischen Nachbarbörsen folgend hat die Stockholmer Börse Kursverluste verbucht. Der OMX-Index rutschte um 1,7 Prozent auf 811,42 Zähler ab. Ericsson-Titel fielen um 1,4 skr auf 47,40 skr, Nokia-Aktien gaben um eine skr auf 205,50 skr nach.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%