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Europäische Börsen präsentieren sich uneinheitlich

Die europäischen Börsen haben sich am Donnerstag uneinheitlich präsentiert. Nach den Kurssprüngen der Vortage bei Banken und Versicherungen kam es auf einigen Finanzplätzen nach Angaben von Händlern zu Gewinnmitnahmen. Unterschiedlich reagierten die Telekom - und Technologietitel auf die negative Vorgabe der Nasdaq. Die positiven Verkaufsprognosen der Intel unterstützten Händleraussagen zufolge die Technologiewerte. Weiter hieß es, die Märkte würden auf die Bekanntgabe der US-Produktivitätszahlen warten.

Der technologielastige Nasdaq-Index in den USA hatte am Mittwoch um 1,08 % auf 3 333,39 Punkte nachgegeben. Der Dow Jones hatte mit einem Minus von 0,65 % bei 10 899,47 Zählern geschlossen. Der Dezember-S&P-Futures deutet am Donnerstagmittag (MEZ) mit einem Plus um 1,2 Punkte auf eine festere Eröffnung der Wall Street hin. Der Nasdaq-Future lag 21,50 Punkte im Plus. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz sank bis gegen 13 Uhr um 0,08 % auf 4946,23 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,18 % auf 5094,47 Punkte anzog.

London - Kaum verändert - Shell stützt

An der Londoner Börse ist das Börsenbarometer bei Nachfragen nach Telekom - und Ölaktien kaum angestiegen. Der FTSE lag am Donnerstagmittag bei 6 458,7 Punkte um 0,02 % im Plus. Vor Bekanntgabe der Unternehmensergebnisse büßten Shell 3,02 % auf 544 3/4 Pence ein. Telekomtitel seien nach der schwachen Verfassung vom Mittwoch dagegen wieder gefragt, sagten Händler. Dem Pharmaunternehmen gelang es nicht, Investoren von ihren Gewinnprognosen für das nächste Halbjahr zu überzeugen. Das Papier fiel um 2,76 % auf 546 Pence.

Zürich - Übersteigt 8 000 Punkte

Der SMI Index an der Schweizer Börse hat am Donnerstag 43,9 Zähler auf 8 029,6 Punkte zugelegt. Gewinne verbuchten UBS und Roche. Händler sagten, die geplante Kapitalerhöhung durch die Ausgabe von 12 Mill. Aktien scheine der UBS-Aktie nicht zuzusetzen. Das Papier stieg um 1,21 % auf 251 sfr. Roche gewannen um 55 % auf 16 585 sfr. Bei den Versicherungen haben sich nach Händlerangaben die Aktivitäten wieder beruhigt. Baloise konnten den Kurssprung vom Vortag nicht halten und notierten bei 1842 sfr um 0,97 % im Minus.

Paris - Gut behauptet - Technologietitel erholt

In Paris präsentierte sich die Börse angesicht einer Erholung der Technologie- und Telekomtitel gut behauptet. Der CAC40 lag gegen Mittag um 0,14 % im Plus bei 6417,84 Punkten. Von den positiven Verkaufsprognosen der Intel vom Mittwoch konnte Nouveau Marche leicht profitieren. Das Papier stieg um 0,04 % auf 3 845,47 Euro.

Händler sagten, dass mit Spannung die Produktivitätsdaten aus den USA erwartet würden. Sensibel seien die Aktien von Schneider, TotalFinaElf und L`Oreal und lägen daher alle bei rund 2 % im Minus bei jeweils 75,40, 167,7 und 87,6 Euro.

Mailand - Leichter aufgrund von Gewinnmitnahmen

An der Mailänder Börse führten Gewinnmitnahmen bei Banken und Versicherungen zu einem leichten Abfall des Börsenbarometers. Der MIB30 rutschte um 0,47 % ab auf 47891 Zähler. Verkauft wurden vor allem Generali, die nach dem Jahreshoch vom Vortag um 2,01 % auf 39,1 Euro fielen. Auch Banca Intesa und Banca di Roma büßten um jeweils 1,06 und 1,75 % auf 4,94 und 1,24 Euro ein. Mediobanca, umgeben von Spekulationen zur Aktionärsstruktur, erreichten dagegen ein neues Jahreshoch von 13,38 Euro.

Madrid - Fester mit Blickpunkt Telefonica

Die spanischen Aktienwerte tendierten im Laufe des Vormittags deutlich fester. Durch Zugewinne bei den Bankentiteln und einigen Technologietiteln gewann der Ibex 1,02 % auf 10469 Zähler. Banco Santander Central Hispano und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria legten abermals jeweils um 0,38 und 0,31 % auf 11,8 und 16,01 Euro zu. Händler sprachen von einem "revival" der Banken. Größter Indexwert Telefonica gewann 0,41 % auf 22,88 Euro. Erwartet werde die Bekanntgabe von Details zum Börsengang ihrer Mobilfunkeinheit, hieß es. Händler gehen davon aus, dass Telefonica einen Schub erhalten werden.

Amsterdam - Nach Verlusten gut behauptet

Die niederländischen Aktienwerte drehten nach anfänglichen Kursverlusten leicht ins Plus. Der AEX festigte sich um 0,09 % bei 685,38 Zählern. Zu Beginn trübten die schwachen Vorgaben der Nasdaq die Kurswerte der Technologiefirmen. Gegen Mittag tendierten die Technologieaktien uneinheitlich. ASM Lithography blieben Verlierer mit 0,16 % im Minus auf 32,15 Euro. 1,61 % Zugewinn verzeichneten dagegen Kabelbetreiber UPC auf 22,76 Euro. Van der Molen stiegen um 4,1 % auf 97 Euro, nachdem Quartalsergebnisse den Analystenerwartungen voll entsprochen hatten.

Wien - Gut Behauptet

Die österreichischen Aktienwerte tendierten am vormittag gut behauptet. Der ATX lag nach anfänglichen Kursverlusten um 0,1 % bei 1131,65 Zählern knapp im Plus. Händler bezeichneten den schwachen Start als Korrektur zu den Kurssprüngen vom Dienstag. Sie rechnen auch im Laufe des Tages mit einer Seitwärtsbewegung der Kurse. Als fair hatten Anleger Händlerbeobachtungen zufolge die Preisspanne von neun bis zwölf Euro für das Aktienpaket der Telekom Austria bezeichnet. Kursverlierer war Wolford, die nach dem Börsengang der Telekom Austria aus dem Index zu fallen drohen. Das Papier stürzte 3,61 % ab auf 23,51 Euro. Die Aktie des Telekomunternehmens CyberTron drehte nach Kursgewinnen und lag gegen Mittag um 0,41 % im Minus bei 12,15 Euro.

Brüssel - Behauptet - Geringe Gewinnmitnahmen

In Brüssel präsentierte sich der Börsenmarkt behauptet. Mit 3146,41 Punkten lag der BFX um 0,13 % im Minus. Leichte Gewinnmitnahmen erfolgten in den Finanztiteln, berichteten Händler. Fortis B sanken um 0,41 % auf 36,07 Euro, nachdem sie von Bank Degroof herabgestuft wurden. Kurseinbußen erlitten Peer KBC Bancassurance und Dexia, die gestern einen neues Jahreshoch verzeichnet hatten. Sie sanken um 0,2 beziehungsweise 0,44 % auf 50,50 und 179 Euro.



Stockholm - Leichter - Verkäufe von Telekomtiteln

Die Stimmung an der Stockholmer Börse kühlte durch die schwachen Vorgaben der Nasdaq leicht ab. Der OMX sank um 1,08 % auf 1177,61 Zähler. Verkauft wurden nach Angaben der Händler Papiere des Telekomausstatters Ericsson, zurückzuführen auf die Gewinnwarnung von WorldCom. Ericsson fielen 2,5 skr auf 135,5 skr. Dagegen erholte sich Nokia nach einem schlechten Auftakt um 1,5 skr höher auf 423,50 skr. Trotz unerwartet guter Neun-Monats-Zahlen büßte die Finanzgruppe Skandia aufgrund fallender Margen ein weiteres Mal um vier skr auf 159,5 skr ein. Unternehmensergebnisse der Baufirma Skanska halfen dem Papier dagegen um 8,5 skr auf 389 skr.

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